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Indonesien  
Von Singapur zur Insel Bali 


Von Singapur zur Insel Bali 

Es gibt unzählige Reiseberichte im www über Bali. Ich weiß... 

Bali ist ein Problem. Grammatikalisch. Manche Leute fliegen nach Bali. Andere fahren auf Bali. Wieder andere reisen auf die Insel Bali. Wenn man in`s Zentrum der Hauptstadt der Provinz Bali - Denpasar - möchte, könnte man auch sagen, man steht auf Bali. Stimmt irgendwie alles. Wie immer man es nennt und wie immer man hin kommt, es lässt sich nicht vermeiden, daß man zum Einen meist grenzenlos fasziniert ist und zum Anderen über den Äquator muß. Singapur Airlines, die die weitaus meisten ihrer Flüge in diese Destination mit Ihrer Tochtergesellschaft Silkair abwickelt, macht es wie immer leicht, den Überflug zu genießen. Man darf sich nur nicht immer von dem hervorragenden Futterangebot verleiten lassen und pausenlos zu essen. Genau über dem Äquator entstand  aequator_2007_c_b900.jpg (57661 Byte)

dieses Foto. Der Äquator ist meist sehr schlecht zu sehen. Man muss schon bisschen genauer hingucken. Er verläuft von links nach rechts über der kleinen Wölkchenreihe und oberhalb des großen Wolkenhaufens aber eben auf dem Wasser des indischen Ozeans. Bei 800 km in der Stunde passiert es schnell, dass man ihn verpasst, weil er unten durchhuscht. Wer gerade beim Essen ist, sieht ihn deshalb wahrscheinlich nicht.  bildschirm_aequator_2007_c_b800.jpg (101357 Byte)
Hochinteressant ist der Überflug des östlichen Zipfels der Insel Java. Wenn man gute Sicht hat, kann man die Vulkane sehen. 1998 war einigermaßen gute Sicht und so konnte man den Doppelvulkan Gunung Ijen sehen, der durch mehrere Krater gekennzeichnet ist und einen sehr, sehr sauren See 

gebildet hat. Es ist ein Erlebnis der besonderen Art, dort drüber zu fliegen und freie Sicht zu haben, was Nachmittags nicht so oft der Fall ist. Freie Sicht reicht auch nicht immer, denn die Flugroute muß genau stimmen und man muß möglichst auf der richtigen Seite sitzen und am Fenster und die Scheibe muß bissl sauber sein. Am  hat es geklappt. Ring of Fire nennt man die Vulkankette, an der Java den größten Anteil hat. Bali hat aber auch noch genug davon abbekommen. Flugroute war Singapur - Denpasar. Man kann davon ausgehen, daß der Krater heute nicht mehr so aussieht. Man landet auf dem internationalen Flughafen Denpasar. Mit einem vor Ort mit  ijen_vulkan_ostjava_060898_c_b800.jpg (78934 Byte)
06.09.98 Gunung Ijen

25 US-Dollar für einen Aufenthalt bis 30 Tage zu bezahlenden Visum kommt man rein nach Indonesien. Im Flugzeug hatte man vorher Zeit, die Immigration-Card auszufüllen, ohne die geht ja nichts. Den abgerissenen Abschnitt wirft man besser nicht weg. Die Probleme bei der Ausreise möchte ich mir nicht vorstellen. Der Reisepass muss über das Abreisedatum noch mindestens 6 Monate gültig sein. Im Reisepass muss auch mindestens noch eine ganze Seite frei sein, denn das Visum nimmt die ein. Dann werden sich, wie überall in Asien, die Gepäckträger auf die Ankömmlinge 
stürzen um beim Gepäcktransport die nächsten 40 m zu übernehmen und unter ständigem Beteuern, daß die Fahrt ganz billig ist, zielgerichtet ein Auto ansteuern und 200 000 bis 250 000 Rupia verlangen für die Fahrt in die Urlauberzentren im Südosten und Südwesten. Und wenn man nicht einen Transfer vorher von Deutschland aus gebucht hat - was regelmäßig auch völlig überteuert ist, und weil man beim ersten
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Aufenthalt die Preise nicht kennt, wird man u.U. gleich zum ersten Mal über`s Ohr gehauen. 100 000 Rupia sollten reichen, um nach Kuta oder Sanur zu kommen. Der Preis muss aber hart verhandelt werden. Besser bezahlt man erst, wenn man angekommen ist. Offizielle Taxiunternehmen machen es sogar für ca. 90 000 Rupia. 1 Euro war 2007 ungefähr 11900 bis 13000 Rupia wert, je nach Tauschpartner. 

Und dann ist man drin, im unvergleichlichen Land Indonesien mit seiner einzigartigen Perle Bali. Der Taxi-Fahrer wird sofort seine Dienste als Reiseleiter anbieten und seine Karte überreichen und er wird gleich fragen, zu welcher Zeit er am nächsten Morgen im Hotel sein soll ... zur ersten Rundreise. Niemand lässt was anbrennen, aber im Grunde wird man höchst freundlich aufgenommen und darf sich freuen auf das, was die Insel bietet. Service wird wirklich ganz groß geschrieben. Und verdienen wollen alle was. Es geht weiter: Need Transport ? Need Watch ? Motobike ? Boat ? Rolex ? 
Parasailing ? Sailing ? Diving ? Massage ? Painting ? Carving ? Come in my Shop !...sind nur einige der bekannten und pausenlos gemachten Angebote an die Touris an der Strasse oder am Strand. Es mag nerven, aber man wird in Ruhe gelassen, wenn man freundlich mit terima kasih antwortet, was also soviel wie Vielen Dank bedeutet. Wenn man die Angebote aber nutzt, um mit den Leuten in`s Gespräch zu kommen, wird man zwischen den Zeilen ihre Sorgen und Nöte kennen lernen und verstehen, warum sie sich intensiv bemühen, Geschäfte zu machen. Es geht um den notwendigsten Lebensunterhalt. Bali ist zum großen Teil vom

Tourismus abhängig. Die Balinesen betrachten Vulkanausbrüche als schicksalhaft und haben sich damit arrangiert. Die Bombenexplosion 2002 jedoch war nicht nur ein Anschlag mit vielen Opfern. Es war der Supergau schlechthin für die Bevölkerung Balis. Von 2002 bis 2004 war die Insel wie gelähmt. Verständlich. Wir erlebten 2004 die Misere hautnah. Geschlossene Geschäfte, Hotels und Gaststätten. Die Straßen ziemlich leer. Die Zahl der nämlichen Händler halbiert. Die Preise unten. Die Gespräche mit Einheimischen waren von großer Nachdenklichkeit geprägt. Bali erholte sich nur sehr langsam. In den folgenden Jahren bekam aber das Asiatische wieder Oberhand und so wurde die Insel wieder das, was sie war. Es bleibt ein Rest. Und eine sehr wesentliche Veränderung ist vor sich gegangen. Auf den Speisekarten steht die russische Übersetzung jetzt vor der englischen und ein nicht kleiner Teil der russischen Touristen gebraucht die Insel nun als Bühne ihrer dümmlich arroganten Geltungssucht. Und die Balinesen wundern sich schon sehr über deren Benehmen. Das geht ihnen nicht allein so ...

Die Sehenswürdigkeiten sind ziemlich über die Insel verteilt und es braucht schon einige Zeit, ehe man hinkommt. Es ist nicht verkehrt, vielleicht erst mal Rundreisen mit einem offiziellen (!) Guide zu buchen. An drei Tagen mit einem Kleinbus kann man stressfrei alles Wesentliche sehen und hat dazu Erläuterungen, die unbedingt notwendig sind, denn die balinesische Mythologie ist an sich schon nicht leicht zu verstehen, aber diese - vielleicht ohne Vorkenntnisse - den Tempeln und religiösen Stätten zuordnen zu wollen, übersteigt wohl unsere Möglichkeiten als Besucher mit leider nur begrenzter Zeit.  00528892_preview.jpg (129461 Byte)
18.12.06 Pura Besakih 

Nun könnte man die Tempel und Stätten aufzählen. Das mache ich weiter unten. Neben den offiziellen Stätten wird man die eindrücklichsten Erlebnisse ohnehin bei den Festen, Feiern und Ritualen haben. Aber auch bei der Arbeit auf dem Reisfeld oder in den Werkstätten. 00196741_preview.jpg (122191 Byte)

00280770_preview.jpg (152763 Byte) Wer sich bemüht und nicht nur am Hotelpool liegt, wird die aus den unterschiedlichsten Anlässen stattfindenden Zeremonien beobachten können. Und wenn man ganz, ganz großes Glück hat, erlebt man auch ein`s der ganz großen Feste Galungan und Kuningan. Zweifellos sind Balinesen sehr gute Handwerker. Man kann Maler, Tischler, Silberschmiede, Holzschnitzer und Steinmetze bei der Arbeit beobachten und kommt aus dem Staunen kaum heraus. Das wird auch verkaufsfördernd in Szene gesetzt, indem man in den angeschlossenen Läden gleich zum Kaufen animiert wird. Die Drecksarbeit bei der Herstellung von Haustempeln zeigt man den Touristen freilich nicht. Ich hab`s mal mit der Kamera beobachtet...

Zu den Tempeln Balis...

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aktualisiert 13.10.08