| Von Dresden-Laubegast nach Singapur |
| Man kann es von Dresden bis zum Bahnhof Singapur in 17 Stunden schaffen, wenn es in Dresden keinen Stau bis zum Flughafen gibt. |
| Indonesien war eine Region, die im Geographieunterricht der DDR nicht vorkam. Jedenfalls habe ich daran keine Erinnerung und das war wohl auch von der Staatsplüschetage beabsichtigt. Bloß keine Begehrlichkeiten wecken und wenn es denn schon nicht zu verhindern war, wurden mit Sicherheit in solchen Ländern die Müllkippen vorgeführt. Die gibt es bei uns auch ? Ja, aber nicht bewohnt. Man darf das Problem nicht unbeachtet lassen, denn man begibt sich auch im Rahmen einer Pauschalreise nicht in eine heile Urlaubswelt. Man hatte dann jedenfalls kein Bedürfnis mehr, dahin zu wollen und fühlte sich bei dreizehn Grad Wassertemperatur auch in der Ostsee sauwohl. Und man redete sich ein, DAS isses, vor allem wenn die Flugpausen der elend lauten und tieffliegenden Militärdüsenjets über den Stränden bisschen länger waren und die auf über zwanzig Grad gnadenlos aufgeheizte Luft über dem Strand flimmerte, daß man glaubte, Schwedens Umrisse sehen zu können. | |||||
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Ganz und gar unbeabsichtigt hat das DDR-Fernsehen mit der, etwa Mitte der 60er Jahre ausgestrahlten, sehr beeindruckenden Fernsehreihe "Der gefilmte Brehm" vom damaligen Dresdner Zoodirektor Prof. Ullrich einen Reisewunsch zu dem Platz erzeugt, an dem dieser frühe Mensch gelebt haben soll. Java hatte auch noch eine andere Bedeutung bekommen, als wir in der 3. Klasse in den Resten eines Kolonialwarenladens eine - original verschlossene, |
| hölzerne - Riesenkiste mit buntem Deckelbild und dicken Java-Zigarren drin - gefunden haben und .... so etwas vergisst man nicht. Das konnte nur ein interessantes Land sein. Über den Sommer 2006 konnte man nicht klagen und die Sommer davor waren auch nicht schlecht und so verschoben wir die Reisen immer weiter Richtung Jahresende um der Kälte in Deutschland zu entfliehen mit dem Ergebnis, daß man in Deutschland zum Jahresende zunehmend im Biergarten saß. Der Wetterbericht sprach von nochmaliger Erwärmung auf deutlich über 10 Grad für die 2. Dezemberwoche in Deutschland. Das Einchecken für den Flug macht man am besten am Tag |
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Frankfurt nach Singapur aus. Der Wetterbericht für Bali sagte für die nächsten Tage zwischen 28 und 31 Grad voraus. Da wird man eine leichte Windjacke brauchen auf dem Motorrad. Da im Dezember dort die Regenzeit beginnt, liegt die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei ziemlich gemeinen 10-30 Prozent. Man darf gespannt sein, ob sich die historisch gewachsene Vorfreude auf Weihnachten von der Sonne unterdrücken läßt. Hat der Weihnachtsmann in Singapur einen Sonnenbrand ? Warten wir`s ab... In ca. 40 - 50 min Flugzeit ist man von Dresden aus in Frankfurt am Main. Es gibt sehr günstige Anschlussflüge von Dresden nach Frankfurt für unter 90 Euro. Das lohnt sich unbedingt, selbst wenn man Rail & Fly kostenlos zur Reise dazu buchen kann. Nicht selten dreht man dort noch ein |
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| paar Warterunden über der Stadt, bis ein Landezeitfenster frei ist. Bei schönem Wetter und wenn man Zeit zum Umsteigen hat, ist das kein Problem und ganz interessant. Hat man keine Zeit, ist es echt nervig. Wir halten aus Gründen der Stressvermeidung mindestens 3 Stunden Übergangszeit in Frankfurt für notwendig, denn wenn der Flieger nach Singapur weg ist, ist er weg. Sooo oft fliegt nun auch keiner da runter. Wenn man sich im Frankfurter Flughafen nicht auskennt, braucht man wirklich `ne Menge Zeit zur Orientierung. Nach unserer Erfahrung und im Vergleich mit den großen asiatischen Flughäfen ist Frankfurt der sich dem Fluggast am unübersichtlichsten und leider auch unfreundlichsten darstellende Flughafen mit den absolut längsten Fußwegen und den meisten Baustellen bzw. Interimslösungen und das nun schon seit Jahren. Von Anfang an bevorzugen wir konsequent die Singapur Airlines, eine absolut empfehlenswerte Fluggesellschaft aus dem Stadtstaat an der asiatischen Südspitze. Man ist eine sogenannte Star Allianz mit anderen Gesellschaften eingegangen, u.a. mit Lufthansa und bietet Code-Sharing-Flüge an, d.h. die Fluggäste der einen Gesellschaft fliegen u.U. in der Maschine des Allianz-Partners. Man erkennt es aber an den Flugnummern, welche Gesellschaft das Fluggerät stellt. In unserem Fall ist es seit Jahren eine Boeing 747-400, von Singapur Airlines als MEGATOP bezeichnet. Guten Service und angenehmes Reisen kann man auch mit Thai Airways, Malaysia Airlines oder Cathay Pacific erleben. |
| Die Flugzeit nach Singapur beträgt je nach Wetter, Wind und Route nach unseren Erfahrungen mit diesem Typ zwischen 11 Stunden 30 Minuten und 12 Stunden und 15 Minuten. Dieses Mal sollten es 11 Stunden und 42 |
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| Minuten sein, wie man dem Videoprogramm im Kanal 98 entnehmen kann, welches die Flugdaten während des ganzen Fluges bekannt gibt. Eine sehr interessante Sache. Aus der Hoffnung, vielleicht schon im A 380 sitzen zu können, wurde bekanntermaßen im Jahre 2006 nichts. Mittlerweile sind wir aber gar nicht mehr scharf drauf, denn es gibt in dem Singapur-Airlines-A 380-Economy keine Doppelsitze mehr. Die Flugroute kann man auf dem oberen Bildschirmfoto sehen. |
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| Das Unterhaltungsprogramm Krisworld, bei dem jeder seinen Bildschirm am Platz hat - was bei anderen Gesellschaften durchaus nicht selbstverständlich ist - ein außerordentlich vielfältiges Angebot im Video-Audio- und - wen das interessiert - auch im Videospielbereich. Eine wirklich hervorragende und international anerkannte Bordversorgung lässt absolut keine Wünsche offen, wie der nebenstehenden Karte recht eindrucksvoll entnommen werden kann. Und das ist nicht die Business-Class ! Neuerdings bekommt man sogar den berühmten Singapore-Sling im Flugzeug. Kostenlos selbstverständlich. Ein wirklich köstlicher Cocktail und ein hübscher Einfall, wie wir meinen. Das werden die Raucher nicht so sehen, denn das Rauchen ist selbstverständlich im Flugzeug verboten. Aber das ist ja heute generell so und absolut ok. Wenn man während des Fluges nicht nur im Sesselchen hängt, sondern sich mal die Beine vertritt und paar Übungen macht - was sehr dringend zu empfehlen ist - übersteht man den Flug sehr gut. Nicht umsonst gibt man auch eine Decke und Socken aus, die bei den zeitweise niedrigen Temperaturen in der Kabine durchaus einen Sinn haben. Wer während des Fluges ungestört schlafen möchte, bekommt einen Aufkleber von den |
| ausnahmslos hübschen Stewardessen ( Stewarts gibt es auch ) und hat dann seine Ruhe. Fast - weil wir ja immer noch von der Economy - Class reden :-) Flüge bei Tag sind für geografisch Interessierte sehr interessant, wenn man freie Sicht hat. Das sind Bilder der südlichen Karpaten in Rumänien aus immerhin 12 km Höhe. Durch leicht vereiste und nicht immer ganz saubere Scheiben sowie die Verzerrung durch das Fotografieren schräg nach unten sind die Bilder natürlich nicht optimal, aber es reizt doch immer wieder. Ein höher aufgelöstes Bild davon gibt es hier. Da man - wenn man in Frankfurt gegen Mittag startet, dem nächsten Tag entgegen fliegt, wird es schnell dunkel und im Flugzeug geht für paar Stunden das Licht aus. Da kann man bisschen ruhen, so daß man vom Überflug z.B. des Hochlandes im Iran |
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und dem nordindischen Flachland nichts mitbekommt. Die letzten Stunden vergehen sehr schnell, denn es gibt Frühstück, was eigentlich wieder ein Mittagessen ist. Derweil fliegt die Maschine in Höhe der thailändischen Ferieninsel Phuket über eine Gegend, die vom Tsunami 2004 hart getroffen wurde. Ab hier wird die Flugzeit noch ca. 1,5 Stunden betragen. Es empfiehlt sich spätestens jetzt die Immigration-Card (Einreiseunterlagen) für Singapur auszufüllen, die man braucht, wenn man in Singapur bleibt. Man bekommt sie von den Stewardessen. Nach Ankunft wird man einen in jeder Beziehung freundlichen, übersichtlichen und hervorragend ausgeschilderten Flughafen vorfinden, auf dem Service, schnelle Abfertigung und Sauberkeit ganz groß geschrieben werden. Nach Absolvierung der Einreiseformalitäten wird man |
| sein Gepäck in Rekordzeit erhalten und kann sich wahlweise zur Metro, die hier M(ass) R(apid) T(ransit) heißt und eine Linie - mit einem Mal umsteigen - direkt ins Zentrum hat, begeben oder ein Taxi nehmen. Da muß man bisschen aufpassen, denn wie im Bild unten zu sehen, warten rechts auf dem Weg zum Ausgang schon diverse Edel - Limousinenservices, um ihre Dienste anzubieten. Man kann den halben Fahrpreis sparen, wenn man paar Meter weiter geht und ein normales Taxi in die Stadt nimmt. Die Preise pendeln z.B. tagsüber zwischen 15 und 19 S$ für den Weg zu einem Hotel am Clarke Quay. Im Dezember 2006 war ein Singapur-Dollar etwa 50 Eurocent, aber an dem Umtauschkurs hat sich schon seit Jahren nichts geändert. Der Preis hängt natürlich vom Weg ab und es ist immer von Vorteil, wenn man auf die |
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mit Sicherheit vom Taxifahrer kommende Frage, wie oft man schon in der Stadt war, einen mehrfachen Aufenthalt angibt. Am besten ist es natürlich, wenn das auch noch stimmt und man die Örtlichkeit bisschen kennt. Das verkürzt die Fahrstrecke zum Hotel unter Umständen oder sie verlängert sich nicht auf wundersame Weise. Das soll aber überhaupt nicht heißen, daß man den Singapurianischen Taxifahrern im Grunde nicht vertrauen kann. Wir |
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sind in 10 Jahren
erst einmal ausgetrixt worden. In Singapur wird von 24 Uhr bis 06
Uhr morgens ein 50-prozentiger Aufschlag verlangt. Ein Fahrer hat
mal abends 18 Uhr diese Aufschlag berechnet. Ehe man das merkt, ist
der freilich weg. Die 20 km MRT-Fahrt kostet höchstens 3 S§, also
ungefähr 1,50 €. Dauert mit ca. 45 min inclusive Umsteigen etwas
länger. Wenn
man nun also mit dem Taxi in die Stadt fährt, wird man vielleicht
von diesem freundlichen Herrn eingewiesen. Man kann sicher sein,
daß man, wie lang die Schlange auch ist, kaum 5 min wartet, bevor
ein Taxi kommt. Es gibt ungefähr 22 000 Taxis in der Stadt. Das
klappt. Aber gnadenlos unterkühlt sind die, was zum Problem
werden kann.
Wenn man schon in der Gegend ist, sollte man ein paar Tage bleiben. Die Stadt bietet mehr Entdeckenswertes, als es die Stadtrundfahrt erwarten lässt. Man muss sich etwas Zeit nehmen. Eine Woche ist nicht zuviel. Ich nehme mir ja auch gern mal die Zeit, zum Bahnhof Singapore Railway Station zu gehen. Es gibt da einen interessanten Luxuszug, den Eastern & Oriental Express. Der Bahnhof ist ja immer ein Spiegelbild der Stadt. Manche Reisende fliegen aber gleich weiter. Zum Beispiel nach Bali. |
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| aktualisiert 13.10.08 |