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| Dresden - Die Frauenkirche am Neumarkt - ein Vorwort | |||
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Hier geht es mehr um Bilder, doch können ein paar Worte dazu nicht schaden. Bei diesem Platz, der teilt. In einem sind sich wohl alle einig - wir, die wir den Platz nicht kennen von vor dem Angriff am Faschingstag, dem 13. Februar 1945, können uns kaum vorstellen, wie das hier war. Ein gewachsener Platz. Dazu die einzigartige Meisterleistung des Baumeisters George Bähr als Krönung - die im Mai 1743 mit der Aufsetzung des goldenen Kuppelkreuzes vollendete Frauenkirche. Die vergilbten Ansichten des für immer verlorenen Stadtbildes können Ahnungen vermitteln, mir kommt bei deren Anblick Trauer und Enttäuschung hoch. Man fragt sich dann und wann, was wäre, wenn ...? Und nüchtern fällt die Antwort aus, die man sich selber geben kann: Es ist aber nicht ! Die Zeit gab dieser Stadt ein einzigartiges Gesicht. Die Menschen nahmen es brutal. Nun heilt es wieder, schon seit über 60 Jahren. Sehr langsam, das liegt an den Ärzten. Die besten waren das immer nicht. Die einen schnitten ab, wo man noch retten konnte, die anderen glaubten, Ruhe bringe was. Weil Geld für weiteres Verbinden fehlte, machte man eine Tugend aus der Not und stellte diesen Stumpf derweil zur Schau. |
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waren da gefragt und es musste losgehen. Die Zeit war reif und günstig war sie auch. Die Stadt hat im Nachhinein bewiesen, was geworden wäre, wenn man sie gelassen hätte. Wiewohl, sie wirkte mit. Der Bau begann im Jahre 1993 mit der Enttrümmerung der Ruine. Im Oktober 2005 wurde die Kirche geweiht. George Bähr würde sicher den heutigen Bauleuten auf die Schulter geklopft haben und lächelnd bemerkt haben " ... wenn ich Eure Möglichkeiten gehabt hätte...". Dem Stadtbild hat es gut getan. |
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Das verstehen die Dresdner heute unter dem Neumarkt. Die Stadt befördert
das mit Macht. Um in der Liga Weltstadt mitzuspielen, braucht es viel
von dem, was dort entsteht. Und doch, die Mischung macht`s.
Die fehlt. |
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Die Fassaden und Ensembles gab es ja schon mal. Wer weiß schon, ob die wieder stimmen ? Das Pflaster auf dem Neumarkt stimmt schon mal nicht. Dem Zeitgeist wurden Lücken angepasst. Genug geschmollt, es gibt auch Zukunftweisendes. Etwas, das dieser, vor verkehrsproblemlösenden Ideen nur so strotzenden Stadt die verkehrskonzeptionelle Krone aufsetzt. Etwas, was die Kommunikation zwischen verirrten Autofahren und unschuldigen Fußgängern befördert, ehe erstere ihre sächsischen Knöllchen empfangen. Man kann auf dem Neumarkt mit seinem Auto Runden drehen, bis man entweder alles gesehen oder sein Hotel gefunden hat. Wie man da herumfährt, ist völlig wurscht, wenn man nur keine Touristen umfährt. Das ist nicht geregelt, ausgerechnet, denn die Regelungswut dort kennt sonst keine Grenzen, wie man hört. Über solche Sachen haben die zwei Typen im Februar des Jahres 1981 auf dem Sockel vom Lutherdenkmal nicht nachgedacht. Eine Vorstellung von einem anderen Neumarkt hatte die auch nicht, denn der Neumarkt war für deren Begriffe intakt. Es gab eine Imbissbude in Form eines Schiffes und da gab es Bier. Eine andere Vorstellung zu haben, war angesichts der brach liegenden Fläche auch nicht einfach. |
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