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Zum schwimmenden Markt nach Cai Be |
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Ganz früh, so kurz nach sieben, entstand das Foto dieses Lastkahnes, der Reisstroh geladen hatte. Vom Reis wird ja praktisch alles verwendet und so dienen Stroh und Reisschalen z.B. als Brennmaterial. Beim Foto fällt was auf. Überall im Land war die Begrüßung durch die Menschen äußerst herzlich. Nur ganz selten, aber es kam eben doch vor, wurden " die Langnasen auf dem Luxus-Schiff " keines Blickes gewürdigt. Kann man es denen aber verdenken, die unter größten Mühen ihren Lebensunterhalt verdienen müssen und dann auf - nach Katalogangaben des Veranstalters - " im Kolonialstil Reisende " treffen, denen vermeintlich wohl die gebratenen Tauben in den Mund fliegen ? |
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Nun, der Kolonialstil mag ja für viele potentielle Kunden ein Verkaufsargument sein, aber gerade den Vietnamesen könnte man sich mit solcher Einstellung nicht nähern. Die fleißigen Leute in diesem dieses Land brauchen niemanden, schon gar nicht aus Europa, der glaubt, ihnen von oben herab zeigen zu müssen, wie gearbeitet wird. Doch man kann schon war daraus machen und das Reise- und Ausflugsangebot mit diesem zweifellos sehr schönen Schiff und auch exzellentem Service durch eine internationale Mannschaft aus Vietnam, Myanmar (Burma) und Kambodscha zur Erfüllung lang gehegter Reiseträume nutzen. Zufällig wurde uns an diesem Tag später noch einmal vor Augen geführt, dass man bei schwerer Arbeit andere Sorgen hat, als für eine Meute Touristen Modell zu stehen. |
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Nun schaukelten wir mit einem kleinen Boot nach Cai Be, vorbei an einem großen schwimmenden Markt. Die meisten Geschäfte waren offensichtlich ganz früh gelaufen, denn es war dort relativ ruhig. Zu unserer Überraschung gab es eine katholische Kirche, die gar nicht recht in dieses asiatische Bild passen wollte. Es ist schön zu sehen, wie unkompliziert man mit dieser "fremden" Religion umgeht und es stünde den Deutschen gut an, wenn sie das auch so handhaben würden. Oh, da braucht es noch viel Toleranz. Es war Gelegenheit, in einem Seitenarm an Land zu gehen |
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und sich das Dorfleben anzuschauen. Das waren zu großen Teilen geschäftstüchtige Vietnamesinnen, die glaubten, dass man ihnen keinen Wunsch abschlagen kann. Sie waren von umwerfendem Geschäftssinn beseelt. Und waren trotzdem ehrlich freundlich. ( Hallo Deutschland ! ) |
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Diese - freundlichen - Schlitzohren hätten es wohl am liebsten gesehen, wenn der Webmaster mit diesem Brett baden gegangen wäre, als er mal auf dem Kahn Guten Tag sagen wollte. Es hat aber gehalten :-) |
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Bei Vinh Long passiert man die 1800 m lange, so genannte australische Brücke. Sie wurde vom australischen Staat gefördert und vom deutschen Unternehmen Bilfinger und Berger gebaut, hörte man. Ein imposantes Bauwerk, dass sich ganz unauffällig der Mekong - Urwaldlandschaft anpasst, die von den Wäldern und schwimmenden Dörfern rechts und links des Mekong gebildet wurde. Diese Brücke ist von der Bauart her gar nicht so verschieden von unserem Dresdner Blauen Wunder und die Leute werden dankbar sein über dieses Bauwerk, denn es erfüllt den ihm |
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zugedachten Zweck. Die Brücke steht mitten im Urwald. Ein Waldschlösschen haben sie dort nicht und auch die UNESCO wird sich einen Sch... um diesen Eingriff in die Landschaft gekümmert haben. Ich vermute sogar, sie hat einen Preis verteilt. Die erholsame Fahrt in den Abend ging weiter, bei der ein Hauch von Fahrtwind nur wenig Kühlung brachte. Man hält die tropische Wärme auf dem |
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Schiffsdeck aber sehr gut aus :-) Unbeschreiblich dann das lautlose Gleiten des Schiffes durch die sternenklare Nacht. Hier ein nach der Erinnerung gezeichnetes Bild des Sternenhimmels. Unwirklich dann die Ruhe, die uns umgab, als das Schiff wieder mitten im Fluss auf Rede gelegt wird und wir nach ein paar Runden auf dem Sonnendeck zufrieden in den Schlaf sinken, denn morgen früh geht wieder pünktlich um 05:45 Uhr die Sonne auf und da wollen wir dabei sein. Der 5. Tag. |
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| rundreise vietnam kambodscha thailand 4.tag 10.10.04 | |||
| text und fotos © 2003 - 2010 hans-peter waack dresden - letzte bearbeitung 02.03.10 | home | ||