Reiseeindrücke
     3.Tag 09.10.04     aus dem Mekongdelta in Vietnam

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Die Bilder vor dem Hotel " Rex" in Saigon sind nun das 


typische Ergebnis einer Gruppenreise, denn das Einsteigen in den Bus zur Fahrt zum Mekong hat sich hingezogen. Riesenprobleme taten sich auf. Wer sitzt wo im Bus und solche Sachen. Aber kann man sich in Asien langweilen ?  Mich hat`s nicht gestört, denn so war Zeit für einige Fotos vom vorbeiflutenden Leben. Auffällig war der Sonnenschutz der Vietnamesinnen auf Gesicht und Armen bei dieser Hitze. 

Das hatte auch nichts mit SARS zu tun  

- erinnert sich eigentlich noch jemand, was das war ...?? Auf jeden Fall glaube ich, dass es eine der vielen Verarschungen war, die uns "unsere", den Pharmakonzernen und der höheren Finanzwelt treu ergebene Politikerkaste aufgetischt hat. Dann kam auch gleich die Vogelgrippe - zu der ich demnächst interessante Beobachtungen aus der auf absolute Sauberkeit und Hygiene achtenden Stadt Singapur aus der Zeit, als diese Grippe gerade aus Südostasien zu uns herüberflog und in Deutschland die Hysterie am größten war, zum Besten geben werde.

Heute ist es nun die schwachsinnige Lüge vom "Treibhausgas", das jedem Chemiker, Physiker oder sonstigem ernst zu nehmenden Wissenschaftler aber auch schon jedem Abiturient, wenn der denn in der Schule halbwegs aufgepasst hat, die Tränen in die Augen treibt. Waren Sie schon mal in einem Treibhaus ? Ich war und das mehrere Wochen schon. Ich kann mich, wie jeder andere, nicht erinnern, daß es sich darin erwärmt hat, weil sich die CO2 -Konzentration erhöht hat. Aber das ist ja eine andere Geschichte. 

Eine ganz traurige. Schon mal drüber nachgedacht, dass in den nächsten Jahren wohl ein schwunghafter Handel mit CO2 -Freisetzungszertifikaten getrieben werden wird. Die Herren verkaufen praktisch Luft. Das perfekte Geschäft. Die dümmliche, gleichgeschaltete Presse und die sonstigen Medien macht feste und kritiklos mit. Und die Politiker bekommen Prozente. Nee, falsch. Die nehmen sie sich. Und das dumme Volk darf angeblich aller 4 Jahre entscheiden, wer sich von diesen Treibhausgasarbeitern was aus dem Topf mit dem Treibmittel nehmen darf. Sie nennen es Demokratie. Ich nenne es ...

...ich schweife ab...


Die Vietnamesinnen wollen einfach weiß bleiben, war zu vernehmen. Das finden sie schön. So unterschiedlich können die Ansichten sein. Irgendwann fuhr der Bus dann aber  ab und es ging in Richtung My Thon am Mekong. Unterwegs war Gelegenheit, einen Tempel der CAO DAI - Anhänger zu besuchen. Diese Religion besteht seit 1926 ausschließlich in Vietnam. Die Tempel zeichnen sich durch ausgesprochen farbenfrohe Gestaltung aus. Viel mehr war in der kurzen Zeit nicht zu erfahren. In der Wikipedia, die ich hier nur seltenst zitiere, heißt es dazu: cao_dai_091004_c_580.JPG (56022 Byte)

Der Caodaismus lehrt die Seelenwanderung und hält die moralischen Grundsätze wie Vegetarismus, Alkoholverbot, Selbstlosigkeit, Nächstenliebe und Armut als moralische Pflicht. Der Kult wird in reich ausgestatteten Tempeln mit Weihrauch, Geisterbeschwörungen und Gebeten vollzogen. Unter den "hohen Geistern" des Caodaismus befinden sich u.a. Isaac Newton, die Jungfrau von Orleans und Victor Hugo, um deren Wichtigkeit für die Menschheit aufzuzeigen.

Es ist zumindest fraglich, warum diese Religion über Vietnam hinaus so ziemlich ohne Bedeutung ist. In My Tho stand ein Ausflug mit Booten in vietnamesische Dörfer auf dem Programm. Vorbei an regem Schiffsverkehr auf dem Mekong kam man dort auf dem Lande zu durchaus verblüffenden Einsichten, z.B. daß sich von weit aus 

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dem fernen Saigon angereiste Schüler mit ihrem Englischlehrer viel mehr für eine Thüringer Langnase interessierten als für die süßen Sachen zum Lutschen aus Kokosnüssen, die hier mit äußerst flinken Händen verpackt werden und zum Preis von 1 US $ gleich erworben werden konnten. Der freundliche Lehrer
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erklärte der Langnase, daß seine Schüler es toll fänden, wenn er - die Langnase - ein Foto mit ihnen gestatten würde. Er willigte ein und verzichtete derweil auf die guten Bonbons. Der Webmaster bestätigt hier ausdrücklich noch einmal: Die Dinger schmeckten verdammt gut. Aber :  Ist es nicht viel mehr wert, so vielen Schülern so viel Freude zu bereiten  und dafür auf den kurzen, vergänglichen  Genuss vietnamesischer Kokosbonbons zu verzichten ? Ich finde...

...nein :-)


my_tho_ausfl_kinder_bruecke_091004_c_580.JPG (213041 Byte) Kinder sind immer dankbare Motive. In Asien ganz besonders. Für einige Fotos " in Ruhe" hatte ich mich von der Reisegruppe abgesetzt. Dabei traf ich auf diese Rasselbande. Man wollte mich nicht durchlassen  und bestand auf einem Foto. Den Kung Fu - artigen  Lauten und eindeutigen Posen gab ich mich sofort geschlagen und drückte schweren Herzens ab,  währenddessen der Besuch der Reisegruppe in einem anderen Teil des Ortes inmitten des Tropenwaldes weiterging. Nur mit Mühe fand ich den Anschluss wieder, denn während  exotische Früchte angeboten wurden, gaben vietnamesische Künstler eine Probe ihres Könnens. Die Musik ist für unsere Ohren sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mit der nötigen Bereitschaft und in der "Originalumgebung" ist 

das immer was Besonderes. Der Webmaster hat versucht, aus dem rechts zu sehenden Einseiteninstrument einen vernünftigen Ton herauszubekommen. Es ist nicht gelungen. Respekt vor dem Können dieser Musiker. Natürlich hatten sie CD`s dabei. Autogramme gab es auch. Vielleicht werden sie ja berühmt ? Der Besuch bei diesen ausgesprochen freundlichen Leuten war ein schönes Erlebnis und die Rückfahrt zum Mekong setzte noch eins drauf. Fast lautlos fuhren uns die Einheimischen mit ihren Booten durch eine Zauberlandschaft, die unwirklich schien. Nicht ohne eine gewisse Wehmut fiel dann auch der Abschied  aus und die hübschen Bootsführerinnen verschwanden wieder in den Weiten des tropischen Waldes. Unser Schiff nahm noch an diesem Abend Kurs auf Cai Be, welches etwa 45 km stromaufwärts liegt.  my_tho_ausfl_musiker_091004_c_580.JPG (134728 Byte)

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Noch lange mußte ich an die attraktiven Schönheiten links und rechts am Wasser denken. Was muß man tun, damit solche Yukka-Palmen ;-) in unseren heimischen Wohnzimmern auch so herrlich gedeihen ? Nach ca. 2 Stunden und 30 min Fahrt durch den Abend erreichten wir den Ort Cai Be und ankerten auf Reede mitten im Fluß.
Der nächste Tag versprach wiederum tolle Erlebnisse, worüber hier weiter berichtet werden soll.

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aktualisiert 23.03.08