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Kampong Cham Die Stadt machte auch am nächsten Morgen keinen viel besseren Eindruck. Wir haben aber im Verlauf des Tages viele Leute kennengelernt, die sich ihren Optimismus bewahrt haben und kleine Inseln der Lebensfreude geschaffen habe, was immer wieder erstaunlich ist. Und was gibt es Friedlicheres als zähneputzende Mönche am Morgen an der Kaimauer ? |
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Es war also ein Besuch des Tempels Phnom Han Chey, etwa 45 Speedbootminuten nordöstlich von Kampong Cham gelegen - vorgesehen. Während wir in unseren "Speedbooten" in Ufernähe mit ca. 20 km/h dahinrasten, war es höchst interessant, das Treiben am Ufer zu beobachten. Die überschäumende Freude der |
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Kinder - die es gewiß nicht leicht haben - ist phantastisch. Unterwegs habe ich also mit einem 300er Tele ein paar Bilder vom Leben am Ufer des Mekongs versucht. Naturgemäß war die Ausbeute bei den Schlägen vom Wasser nicht sehr groß, denn die Speedboote waren eigentlich - auch bei uns übliche - Ruderboote aus Plaste. Genauer gesagt, solche aus glasfaserverstärktem Polyester. |
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Aufgerüstet mit einem ca. 30 PS starken Außenborder wurden diese bei 10-20 cm hohen Wellen fast zu Flugbooten und es war für Leute, die es mit dem Rücken haben, sicher ein unvergessliches Erlebnis. Man mußte Bedenken haben, ob die Boote der Belastung standhalten. Sie haben aber gehalten. Es bewahrheitet sich immer wieder, daß man solche Reisen machen |
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soll, solange es gesundheitlich keine Probleme macht. |
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| Und nicht nur wir waren unterwegs zum Tempel sondern auch jede Menge Leute zu Wasser und zu Lande. An der Anlegestelle zu Füßen des Tempels war dann entsprechend viel los. Der Tempel aus dem 7.Jahrhundert liegt auf einem |
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Berg. Beim Anblick der zu bewältigenden Treppe kam sowohl beim Zustand als auch bei der Höhe - es waren ja schon wieder über 30 Grad C - große Freude auf. Viele der mit dem Boot anreisenden einheimischen Händler haben ihre gesamte Handelsware offenbar hier hoch geschleppt. Alle Achtung. Der Ausblick von oben auf den Mekong und das zu beobachtende |
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versetzen , mit welch einfachen Dingen Menschen einen zufriedenen Tag erleben können, jedenfalls in Kambodscha und anderen asiatischen Ländern. Wie weit sind wir Europäer davon entfernt ! Da war zum Beispiel dieser junge Mann, der in fast nicht zu verfolgender Geschwindigkeit mitgeschickten Fingern |
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Figuren aus einer Zuckermasse formte, was die zunächst ungläubig dreinschauenden Zuschauer richtig in Staunen versetzte. Uns auch, denn das war wirklich ein Künstler. Man konnte die Figuren erwerben und die Scheine flogen ihm nur so zu. Kann man diese ehrliche Freude über ein so kleines " Etwas" besser einfangen ? Aber es gab natürlich noch mehr |
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zu sehen, denn zwischenzeitlich formierten sich die Besucher zu einer langen Reihe. Das untrügliche Zeichen für die bevorstehende Almosentour der Mönche. Mit ihren Bettelgefäßen sammeln die Mönche Nahrungsmittel, die i.A. vormittags bis 11 Uhr gegessen sein müssen. Manchmal bekommen die Mönche auch Geld, das sie auch nicht ablehnen. Die Leute füllen nun also die |
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mitgeführten Gefäße der Mönche. Da kommt was zusammen. Gehilfen der Mönche schaffen die vollen Schüsseln zwischendurch weg. Die Leute sind sehr bemüht und ganz bei der Sache. Warum machen die das ? Indem man an der Speisung er Mönche teilnimmt, versprechen sich die Buddhisten im nächsten Leben ein besseres Schicksal. Man wird ja wiedergeboren und da muß man sich kümmern und Pluspunkte sammeln. Gute Taten verbessern das Schicksal enorm und schlechte Taten führen entsprechend in ein unglückliches Leben. Und den Mönchen was abzugeben, ist eine gute Tat. |
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Und was tun
wir für`s nächste Leben ? Es
würde erstmal reichen, wenn wir mit einem Lächeln auf den Lippen dafür
sorgen, daß unser jetziges Leben noch lange anhält. Wir wären in
Deutschland dann schon einen großen Schritt weiter. Hier in Kambodscha kann man es
lernen...
Dieser freundliche Herr hat stundenlang Lobreden auf Buddha gehalten, die über das ganz Gelände schallten. Er ging darin völlig auf. Das war so interessant, daß ich ihn nach längerer Beobachtung unbedingt fotografieren wollte. Das hat er gemerkt. Aus irgendeinem Grund fing er dabei so an zu lachen, daß er nicht mehr sprechen konnte und seine Lobgesänge unterbrechen mußte. |
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Vielleicht war er auch froh, mal Pause machen zu können, wer weiß ? Er bat dann um eine Spende in den schwarzen Topf , wozu ich nicht zweimal aufgefordert werden muß, da mir der Topf freundlich aber bestimmt herausgereicht worden ist. Danach ging`s ihm gleich wieder besser und er setzte seine Gesänge fort. Irgendwie war`s erfrischend, da zuzuhören , obwohl man überhaupt nichts verstanden hat. Vielleicht gerade deshalb :-) |
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Zum
Schluss des Besuches trafen wir noch auf kambodschanische Teenies, die
sich in nichts von europäischen Teenies unterscheiden.
Dieser 13.Oktober 2004 war ein äußerst erlebnisreicher Tag und ich bin dankbar, dieses Fest erlebt zu haben, denn es wird nur einmal im Jahr gefeiert. Man kann die Eindrücke kaum verarbeiten. Auch deshalb schreiben wir`s hier auf. Ach ja, wenn es einen Hügel der Männer gibt, muß es auch...genau...und der heißt Phnom Srey. Wir haben ihn aus Zeitgründen nicht bestiegen aber das soll sich auch sehr lohnen. Manchmal, muß man ehrlicherweise sagen, kommt man bei der tropischen Hitze an einen Punkt, an dem man sagt, bis hierher und nicht weiter. Das kommt zwar sehr, sehr selten vor, aber es kommt eben schon mal vor auch wenn man 10 000 km anreist, um das alles zu sehen.
Am nächsten Tag sollten wir nun endlich in der kambodschanischen Hauptstadt anlegen. Wir waren sehr gespannt. Nach einer mit tollem Sonnenuntergang beginnenden Nachtfahrt kamen wir am 14.10.04 am frühen Morgen an. |
| Hier steht, wie es weiterging. |
| Wenn jemand Bilder dieser Webseite - für welchen Zweck und in welcher Größe auch immer - als Originalscan oder Originaldatei brauchen kann, möge er sich zu den Bedingungen über die Kontaktmöglichkeit an den Autor wenden. |
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| aktualisiert 21.03.08 |