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Sweet Dreams IN BADEN

13.Yes-Konzert 10.06.04 München-Olympiahalle

Jon eröffnet mit neuer Jacke den zweiten Teil des Konzertes nach dem unplugged-part mit "Rythm of Love".


 
                                       
                                       
    ...und das wurde vorgetragen...                        
                                       
                          14.Time is time (acoustic)    
                          15.Roundabout (acoustic)    
              6.South side of the sky   16.Show me (acoustic)    
    1.Opening: Firebird Suite 7.Turn of the century   17.Owner of a lonely heart (acoustic)
    2.Going for the one   8.Footprints (Excerpt)   18.Second Initial (Steve Howe solo)
    3.Sweet Dreams 9.Mind Drive Part 2   19.Rhythm of Love
    4.All good people   10.Yours is no disgrace   20.And you and I  
    5.Mind Drive Part 1   Pause   21.Ritual  
              11.The meeting (acoustic)   22.Starship Trooper      
              12.Long distance runaround(acoustic)            
              13.Wonderous Stories (acoustic)            
                                       

Das Auffälligste an dieser Tour war sicher die Bühnendekoration. Entworfen vom Haus-und Hofdesigner Roger Dean, sollte wohl etwas von den psychedelischen Formen und Abstraktionen der die Yes-Ära begleitenden Plattencover rüberkommen.  Schon deshalb musste der Fotoapparat mit rein aber die Jungs an den Türen zeigen ja gern wie schlau sie sind. Man konnte meine damalige Knipse mit der bescheidenen Auflösung von 2 Megapixeln zwar kaum als Fotoapparat bezeichnen, aber er ließ sich eben leichter einschmuggeln als eine Spiegelreflexkamera, obwohl die Größe mit den heutigen klitzekleinen Fotostreichholzschachteln nicht vergleichbar war. Ich war dann auch der einzige mit Knipse und es hat während des Konzertes auch überhaupt nicht hundertfach

geblitzt in Richtung Bühne, was ziemlich nervig ist. Die meisten Fotokünstler werden aber gar nichts sehen auf ihren Bildern. Was erwarten die lässigen Einhandfotografen eigentlich von einem Blitzlicht in einer Digiknipse bei 10 oder 20 Metern Abstand ?? Die Bilder hier entstanden jedenfalls alle ohne Blitz, sonst geht jede Stimmung verloren. Natürlich kann man im Zusammenhang mit den wechselnden Lichtverhältnissen unter diesen Bedingungen keine optimalen Aufnahmen erwarten. Und das katastrophale Rauschverhalten, welches durch relativ schlechtes Licht mehrfach potenziert wird, tut leider ein Übriges. Man müßte mal mit Profiausrüstung dabei sein können...  Roger Dean`s Bühnendekoration kam bei eindrucksvoller Lichtführung schön zur Wirkung - wenn man nicht

direkt vor der Bühne gesessen hat. Nah an der Bühne wird von der Wirkung nicht viel übrig geblieben sein. Ich fand sie insgesamt gelungen auch wenn man sicher darüber streiten kann. Leider hat man Alan White hinter seinen Drums nicht gesehen. Rick stand von mir aus auch sehr ungünstig, aber er sah am Anfang ohnehin noch lustlos aus. Warum nur ? Hatte er doch gar nicht nötig. Seine Keybordsammlung stand in einer regelrechten Kanzel, die ihm von Roger Dean gestaltet wurde. Bei so einem Arbeitsplatz sollte das auszuhalten sein. Jon hat dagegen von Anfang an vollen Einsatz gezeigt. Das war auch nicht anders zu erwarten. Man merkt ihm die Freude, die alten Yes-Klassiker zu zelebrieren, unzweifelhaft an. Das mittlere Bild entstand um 20:59 Uhr. Da kann man mal raten, was er gerade auf den Lippen hat... :-)


Rick ist dann auch aufgetaut, obwohl ich ihn schon viel lebhafter sah.

Auf Steve konnte man sich verlassen. Konzentriert bis zur Totalverweigerung, was den Kontakt zum Publikum angeht. Obwohl, die üblichen zwei, drei kurzen, Aufmerksamkeit erhaschenden Kopfbewegungen in die Leere über dem Publikum sind ja immer Bestandteil seiner Aufführungspraxis. Der Moment ist fotografisch schwer zu erwischen, denn er ist eben selten. Im zweiten Bild unten in der MItte kann man es ahnen. Zugegeben ist das Bild nicht soooo besonderes. Steve, verzeih mir. Aber man schaue sich zum Vergleich die Bilder auf der DVD YES SPEAK an, die man dem Audio-Only-Feature unterlegt hat...


Allen ist zwar kaum zu sehen aber er lugt doch ein bißchen hervor. Jon und Chris sind tief im Titel versunken. Es ist 20:29 Uhr, da kann jeder selbst ausrechnen, welcher das war. Mit Interesse ver-folge ich immer mal wieder die nicht endende Diskussion, wer denn nun der bessere Drummer bei Yes wäre. Bill Bruford oder Allen White. Ich halte nichts von diesen Vergleichen. Bruford, der etwas Filigranere, hat ganz sicher neue Ideen und auch interessante Drum-Farben in die Artrock-Szene eingebracht aber Allen White, der "richtige" Rocker, passt doch genauso in das Konzept von Yes. Dass beide technisch über jeden Zweifel erhaben sind, dürfte unstrittig sein. Ich finde es unglaublich, wie die beiden Super-Drummer mit den komplizierten Rhytmuswechseln bei Yes umgehen.

Chris Squire. Am Bass. Er ist in mei-nen Augen d e r Rocker in der Band und zusammen mit Tony Levin ei-ner der ganz Großen auf dem vier-fach bespannten Brett. Stehen Tief-tonakrobaten nicht sonst hinter der Linie und halten mit ihren Bassläu-fen die Sache zusammen ? Letzte-res trifft auf C.S. zu. Daß er aber je hinter der Linie stand,  davon kann überhaupt nicht die Rede sein. Ist Heart of the Sunrise eigentlich denkbar ohne sein Spiel ?

Dann war Pause und dann fing der mit Spannung erwartete Unplugged-Teil an, wobei Jon und Rick mit THE MEETING eröffneten und hernach alle zusammen weitere Titel ohne Steckdose spielten. Mit sichtlicher Spielfreude, ganz zweifellos. Mir war jedoch noch etwas zuviel Strom drin, aber irgendwo ist ja immer eine Grenze, wie weit man die Musik abgespeckt präsentieren kann. Insgesamt war es aber ein toller Konzertpart.


Wie man bei mehrmaligem Besuch des Konzertes merkte, waren die spontanen Späße einstudiert und wiederholten sich. Zum Schluss gab`s aber  noch eine Überraschung. Ca. 10-15 zusätzliche Trommler unterstützten in München die Band. Alan hinter seinen Drums, um ihn herum die zusätzlichen Pauken und dann noch die trommelnden Jungs auf der Bühne, da wurde es wirklich zum Ritual, was da ablief. Ein tolles Erlebnis. Das war offenbar eine einmalige Aktion, denn schon einen Tag später fand das nicht so statt, denn wenn man einmal im Süden ist und Yes Tags darauf in Karlsruhe spielt, bleibt man am besten gleich da. Wir wußten bis dahin nicht, daß wir nach Baden fahren. Ein schlimmer Fehler...

Reviews 35th Anniversary Tour - Europe 2004

Venue: Munich, Germany, June 10
Posted by:
Peter (greatyes91@.........)

Danke an YES für ein großartiges Konzert. Danke für ein mitreißendes " MIND DRIVE ". Danke für das geniale " RITUAL ", dessen Energie nicht mehr zu beschreiben ist ( überraschend: ca.10 weitere Trommler im Einsatz ).Für uns der Höhepunkt des Konzertes. Danke für die hervorragenden akustischen Einlagen. Welche Nähe, welche Spielfreude ( großes Lob an den springenden (!) Steve ) kam da `rüber !
Man sagt der Münchner Olympiahalle ja nicht gerade beste Soundqualitäten nach.Es gab aber wirklich nichts auszusetzen, wie teilweise in den US-Reviews zu lesen war. Ein toller Abend mit fast 3 Stunden YES. Leider haben wohl viele Bayern die Weißwurst im Biergarten vorgezogen. Der Stimmung tat`s am Ende jedoch keinen Abbruch. Es war erhebend, wirklich !
Angela & Peter aus Dresden



14.Yes-Konzert 11.06.04 Karlsruhe/Baden Europahalle
...aber wer wüsste nicht, wo Karlsruhe liegt. Mit der Zuordnung zum richtigen Bundesland  ist  das schon komplizier-ter, aber man kommt eben selten hin. Gibt ja auch hier schöne Städte. An die in  ihrer  Schönheit  hinter  der  Traum-stadt   Karlsruhe  abfallenden  Europa-Halle  kann  ich  mich  nur  insoweit er-innern, daß  es  erstens  zu Konzertbe-ginn noch richtig hell war, so daß man mal  ein  Foto  in  der  Totalen  aufneh-men  konnte  um   einen  Eindruck  der  Bühnengestaltung    zu   erhalten   und zweitens,  daß  die   Dachfenster  offen standen,   was   nicht   so   wichtig   er-scheint, aber  dann doch gewisse Aus-wirkungen hatte.

Auch wenn man Kompromisse machen muß bei den kleinen Knipskaneras-im Nachhinein betrachtet ist das egal. Die Erinnerung an schöne Konzerte, die uns in ihrer Häufigkeit verwöhnt haben, über-wiegt. Nach den Bildern  u.a. vom Unpugged-Part war dann der Speicher voll ...
In den YES-NET-Reviews habe ich  desöfteren meinen Eindruck vom Konzert geschildert. Auch finde ich es selbst spannend, nach den ersten Konzerten die Meinungen der Konzertbesucher zu lesen. Die US-Reviews ließen ja ein technisch nicht so brilliantes Konzert erwar-ten, was ich mir eigentlich nicht richtig vorstellen konnte und woll-te. Nach unserem Konzertbesuch in Karlsruhe schrieben wir also in bester, augenzwinkernder  Absicht und unter dem Eindruck eines wirklich grandiosen Konzerter-lebnisses zur ...

 35th Anniversary Tour - Europe 2004
 
Venue: Karlsruhe, Germany, June 11
Posted by:
Peter (greatyes91@web.de)

....und die sollen mal total zerstritten gewesen sein ??
Das gesamte Konzert war wie aus einem Guß, der freundschaftliche Händedruck zwischen Jon und Chris vor der Zugabe war da wohl der Ausdruck der Freude und der Gewißheit, hier -zusammen - etwas ganz Besonderes geleistet zu haben. Die Jungs von Yes haben viel erlebt und kaum etwas oder kaum jemand wird sie noch überraschen können aber man hatte den Eindruck der wirklich ehrlichen, bemerkenswerten Freude über den eigenen Erfolg und das Publikum.

Die schwäbische Sparsamkeit kam trotzdem wieder durch: Man hatte ein Dachfenster offen gelassen, damit die draußen gebliebenen Schwaben auch gut hören konnten und das Wischwasser für die Halle kam so gleich durch das Dach. Jon Anderson setzte "excerpt from SINGING IN THE RAIN" mit auf die setlist aber Steve mußte es ausbaden und ist dann tatsächlich noch dreimal über die Pfütze gesprungen.

Noch etwas Außergewöhnliches ist in Karlsruhe geschehen:
Ca. 3000 Schwaben waren 3 Stunden lang ganz still.....Danke YES !!
Angela & Peter aus Dresden

 

Eine Art Antwort haben wir auf der YES-Seite auch erhalten. Ich zitiere aus der YES-Seite:
Venue: Karlsruhe, Germany, June 11
Posted by:
Burkhard ...

Das Yes Konzert am Freitag in Karlsruhe/Nordbaden war sicher eines der besten Konzerte, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe. Ohne große Showeffekthascherei spielte die Band wie aus einem Guss. Jon Anderson stimmlich auf der absoluten Höhe. Verursacht durch ein offenstehendes Deckenfenster bei einem starken Gewitterschauer kam das Publikum zudem noch zu einer kurzen und einmaligen Darbietung von „Singing in the Rain“. Die Band schien es, wie der überwiegende Teil des Publikums, mit Humor zu nehmen. Vielleicht liegt es ja auch an dem massiven finanziellen Transferleistungen in den östlichen Teil Deutschland, das hier an der Infrastruktur (offenes Dachfenster) gespart werden muss. Genützt haben die ganzen Geldgeschenke nichts. Die Intelligenz ist in den Westen abgewandert und der dürftige Rest der Ossis fährt von Dresden nach Karlsruhe (vor Jahren noch keine Selbstverständlichkeit) und verwechselt Schwaben mit Badenern. Zum Mitschreiben Karlsruhe befindet sich in Baden und ist mit Freiburg einer der schönsten Städte dieser Republik. Es sind auch nicht alle Schwaben geizig und alle Ossis tiefergelegt! In Abwandlung: Über Baden lacht die Sonne, über manche Ossis die ganze Welt.
Wie kriegen die eigentlich die Computer eingeschaltet?
Gruß Burkhard....


Da möchte ich einfach mal Dank sagen.

Danke, lieber Burkhard, danke, danke, danke ! Danke, daß Du es gemacht hast, daß wir jetzt in ganz Deutschland rumfahren können um YES-Konzerte hören zu können.

Danke! Danke! Danke!

 Fazit: Yes-Musik ist ein Teil unseres Lebens. Wir sind für die damit zusammenhängenden Reisen , Begegnungen und Erlebnisse sehr dankbar. Fragte man nach unseren Erfahrungen der letzten 15 Jahre, stünde ganz oben:

Die Musik von YES schafft Verbindungen zwischen den Menschen.

Es gibt Abstände, die schafft auch YES nicht.

Ich denke, um  das  Thema  damit abzuschließen, nur mit dem  Besuch von drei  YES-Konzerten  im Juni 2004 im WESTEN war ich sicher öfter jenseits der Grenze, als Burkhard wenigstens in der Nähe des Zonenrandgebietes.  Weltanschauung  ist  eben  eine Frage  der  Anschauung.  Es reicht  nicht, das leider doch  mehr  entzweiende Geschwätz im Westfernsehen nachzuplappern. Denken  ist ge-fragt. Selber.  Wir wissen, wie schwer das ist.  Trotzdem, viel   Erfolg,  Burkhard.  Mein Gott,  ist  da  noch  viel  zu tun.  Doch  zurück   zu  den   schönen Dingen, zum...  

15. Yes - Konzert am 23.06.04 in Frankfurt / Deutschland

   
   
"... machste noch mit ??? ..." "... ja,ja ...,... ººº wie ging das bloß ººº ...?? "
   
   

Man kann sehen, wie er steht - der Ton. Als bleiben-de   Erinnerung an  ins  Mark gehende  tieffrequente  Basstöne möge das  nebenstehende  Bild  von Chris Squire  stehen,  das  die fotografische  Nachlese der grandiosen 35th  Anniversary Tour des Jahres  2004 beenden soll. Immer mal gibt`s weitere  Bilder  von der Tour.  Ich freue mich  auch auf  die nächste, von der ich  überzeugt bin, daß sie 2008 oder 2009 kommen wird. Ein ordentlicher  Fotoapparat, den garantiert  keine Security findet,  ist längst  beschafft.  Es sollte auch  in  dieser  Hinsicht ein Fest werden. Das waren  zunächst  mal  meine YES-Geschichten. Mögen die  Jungs  gesund bleiben und  mögen die laufenden  Soloaktivitäten das Warmlaufen  darstellen. Dies  alles  möge zuguterletzt in eine weitere grandiose Tour münden. Vorfreude - Schönste Freude.  Wie  immer... bis es dann endlich wieder heißt:
Ciijuu
Wir schreiben mittlerweile März 2008 und die Ankündigung einer Tour zum 40. Bestehen der Combo halten sich in Grenzen. Ein offizieller (?) Hinweis findet sich seit 2 Wochen auf der Yes-Seite, aber so richtig glauben will man`s nicht.

In dem Moment, wo ich diese Zeilen schreibe, schaue ich noch mal auf der Internetseite von YES nach und da steht`s nun wirklich. Die USA-Tourdaten sind genannt. Jon Anderson gibt sogar ein Interview. Also wird Europa wohl Ende 2008 oder Anfang 2009 oder wenigstens im Sommer stattfinden. Hoffentlich...


...and if you enjoyed the website, please give a rapturous applause to the webmaster like Jon Anderson and Rick Wakeman. 

They know, what`s good... :-)


© hans-peter waack  
aktualisiert am 25.05.08 Themen Home

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