| 5.Yes-Konzert am 15.03.00 in Leipzig Haus Auensee |
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| Überraschend waren YES im Jahr 2000 wieder auf Tour. Auf der The Ladder Tour, die sich von September 1999 bis März 2000 hinzog. Zur Band gehörten in der Zeit auch Billy Sherwood an der Gitarre und Igor Khorosev an den Keyboards. Die Platte, die vorher unter`s erwartungsfreudige Volk geworfen wurde hieß denn auch The Ladder. Ich find sie nicht so gelungen, der Einfluß des von mir sonst sehr geschätzen Komponisten Jon Anderson ist unüberhörbar und es klingt doch ziemlich nach manchen seiner auch nicht so gelungenen Soloplatten und nicht mehr so originell, wie gewohnt. Man kann sich kaum dran gewöhnen. Man behält keinen Titel im Ohr und das ist schon mit ganz anderen Yes-Kreationen gelungen. Einige nervtötende Passagen klingen dermaßen konstruiert, daß man es kaum |
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aushält. Mainstream zum Abschalten. Live kam`s besser rüber. Ich weiß,daß verschiedene junge YES - Neueinsteiger das ganz anders sehen und es ist akzeptiert. Vielleicht hat Yes ja doch einen etwas neueren Zeitgeschmack getroffen. Dann will ich bei dem meinen bleiben. Das Haus Auensee ist für meine Begriffe hinsichtlich der Größe eine ideale Spielstätte für Yes und so wurde es durch die Aufführung der Klassiker ein sehr schönes Konzert. Man konnte das Doppelalbum "The Ladder" in Vinyl mit den Autogrammen der aktuellen Besetzung für nicht wenig Geld erwerben, wozu ich mich breitschlagen ließ - aber wirklich nur wegen der Autogramme und weil die lieben Kinder das so wollten, deshalb steht die Platte auch bei mir im Schrank :-) Daß Igor Koroshev, der sicher eine hervorragende klassische Klavierausbildung in Rußland genossen hat und der bei dieser Tour die Elfenbeintasten bediente, bei Yes wieder rausfliegt, war irgendwie abzusehen. Technisch ist er wirklich bestens aufgestellt und er hat seinen Part auch gut gemacht, aber eine wirkliche innere Nähe zu dieser Musik konnte er nach meiner Überzeugung nicht `rüberbringen. Man hörte dann auch, daß sein Stargehabe nicht zu YES paßt. Wo sie recht haben, haben sie recht. |
| 6.Yes-Konzert am 16.03.00 in Berlin | |
| Wer weiß, was die Columbiahalle schon alles an Stars und Sternchen gesehen hat. Das YES-Konzert am 16. März 2000 war aber sicher ein Höhepunkt in der langen Geschichte des Hauses. Das Konzert konnte man dort von einem recht |
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7.Yes-Konzert am 09.11.01 in Berlin - ICC |
| Symphonic Music of Yes war meine erste DOLBY SURROUND-CD überhaupt und wurde 1993 veröffentlicht. Die Platte wird allgemein total verrissen, was ich nun übertrieben finde. Schon 18 Monate später gingen sie genau mit diesem Projekt genannt YESSYMPHONIC auf Tour. Endlich. Entsprechend groß war die Erwartungshaltung und so fuhren wir - wieder - durch einen Novemberschneesturm nach Berlin ins ICC. |
| Aber das war wohl die ungeeignetste Spielstätte für eine Yes-Aufführung, die vorstellbar ist. Es war wirklich das Letzte. Und viele Zuhörer waren schon vor dem Konzert leicht satt. Der sterile (Hör-) Saal eignet sich definitiv nicht für eine solches Konzert. Feste Stuhlreihen sind schon ein Problem bei dieser Musik, aber wenn´s dann auch noch eng ist, nee ! Die Musik wirkt so nicht. Das mit Spannung erwartete Orchester blieb ohne große Wirkung. Dieses Konzert hat nicht besonders beeindruckt. Das Nächste sollte aber alles wieder `rausreissen. Das war unser ... |
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| Das Gewandhaus ist mit dem Namen Kurt Masur verbunden. Es gibt den besten Orchestern Raum, sich zu entfalten. Das Konzert im Gewandhaus war zuerst ausverkauft. Es hat mit Karten gerade noch geklappt. Nicht die besten Plätze, aber drin. Ein Wunder war das nicht, denn diese Spielstätte war, was die Akustik und die Atmosphäre angeht, ein außergewöhlicher Rahmen für die Musik |
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-von Yes.
Und obwohl ich bestuhlte Konzerte bei YES überhaupt nicht mag, war das in
dem Rahmen was anderes. Man konnte sich wenn manwollte - zurücklehnen und die Augen schließen,
während die Seele des Sonnenaufgangs artrockig zelebriert wurde und der Starship Trooper in andere Sphären abhob. Einfach gewaltig. Und Überraschung: Das European Festival Orchestra spielte mit großer Spielfreude, was man
den jungen Leuten nun auch ansah. Interessant war auch zu sehen,
wie konzentriert man YES vom Blatt spielte. Das, was das Orchster beitragen
durfte, wurde nun wirklich Teil der
Gesamtaufführung , trotzdem ich ihnen vom Ansatz her etwas mehr Präsenz
gegönnt hätte.
Es gab kein Bühnenbild , die Bühne war nach hinten so gut
wie offen. Es wirkte trotzdem. Peter Gabriel macht das auch so...
Dieses Haus gibt den besten klassischen Aufführungen in absolut hervorragender Akustik den Rahmen und dieses Haus hat wohl mit YES die beste (Art-) Rock-Aufführung seit seinem Bestehen erlebt. Für mich hat diese wunderbare Atmosphäre den Eindruck vom Konzert mehrfach potenziert. Ganz besonders gelungen fand ich das - im allerbesten Sinne - aufgepeppte Stück "Ritual" vom Album "Tales of Topografic Oceans", das ich bis dahin nicht besonders oft aufgelegt hatte. Jedoch die Instrumentierung im Drum-und Percussion-Bereich war wirklich erste Sahne. Herausragend wie immer: Chris Squire am Bass. |
| Seit ich Yes-Konzerte besuche, wurde
das GATES OF DELIRIUM live noch nicht gespielt. Man glaubt ja gar nicht richtig, daß sich der helle Wahnsinn Gates of Delirium irgendwie in Noten fassen läßt. Nachdem ich die Platte schon `zig
mal gehört habe, hatte ich irgendwie im Hinterkopf, daß die Musiker
- besonders bei der Stelle " kurz vor dem Gate "
- bei der Aufnahme wie
verrückt durcheinanderlaufen und daß man das auf Grund der kaum zu fassenden
Komplexität nicht live spielen kann.
Das das natürlich nicht so ist, hat YES nun äußerst eindrucksvoll gezeigt. Man muß sich ab und zu vor Augen führen, daß die Platte von 1974 stammt. Darin liegt wohl das Geheimnis dieser Musik, die sich nicht leicht erschließt. Diese Musik ist zeitlos in bester Klassik-Tradition. Ich meine, wie bei Klassikwerken kann man sich dieser Musik nur mit Mühe nähern und man muß es wollen. Aber wenn man sich müht und das kann Jahre dauern, dann wird`s ein Erlebnis. Fotos waren leider überhaupt nicht möglich. Soon Oh soon......sollte das nächste Konzerterlebnis möglich werden , denn 2003 war YES schon wieder unterwegs. Die Spannung blieb also erhalten, wie man im Teil 4 weiterlesen kann. |
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© hans-peter waack | ||
| aktualisiert am 20.03.08 | Themen | Home | |