Von Dresden nach Singapur

Der schnelle Weg von Dresden – Laubegast nach Indonesien

singapur airlines b 747 - 400 am 12.11.05 in singapurführt erfahrungsgemäß über Singapur. Es lassen sich keine aktuellen Angaben zu den Flugpreisen machen. Ohne Recherche geht nichts, damit es nicht heißt, Herr X und Frau Y haben zuviel bezahlt, na, Sie wissen schon. Im Internetzeitalter sollte das kein Thema sein. Da es die Flugzeuge immer wieder in den eigenen Hangar zieht, fliegt Singapur Airlines über Singapur, Malaysia Airlines über Kuala Lumpur und Thai Airways über Bangkok usw. Mit keiner der genannten Gesellschaften gab es jemals wirkliche Probleme.
Bei allen Reisen und insbesondere den Asien-Reisen ist uns seit mehreren Jahren die äußerst professionelle Arbeit der Dresdner Filiale ATLAS-REISEN-PARTNERUNTERNEHMEN im CITY-CENTER 01069 Dresden, Friedrich-List-Platz 2, Telefon : 0351 4716040 gegenüber dem Dresdner Hauptbahnhof eine wichtige Unterstützung. Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle !

Flug Reise Information Singapur

Flugzeit Frankfurt – Singapur 11 h 40 min – 12 h 30 min
Sitzplatzreservierung bei Singapur Airlines Stand 10/09 nur auf Anfrage und unverbindlich
Flugkosten Frankfurt – Singapur und zurück Stand 04/11 ca. 850 €
Wetter Singapur März bis September sehr heiß 32 C, tropisch, kaum Regen
Wetter Singapur Oktober bis Februar angenehm warm, 30 C und feucht
Wetter Singapur November bis Januar – Regenzeit warm, stundenweise sehr starker Tropenregen
Tauschkurs Euro/Singapur Dollar
1S$ entspricht ungefähr 0,56 Eurocent
Kosten Visum Singapur keine
Taxi /Cabs ( blau) Flughafen Singapur Changi – City/ERP-Zone ca. 20 S$ /ca. 10 €/ohne ERP-Zone ca. minus 5 S$
Fahrzeit Taxi Flughafen Singapur Changi – City /ERP-Zone ca. 25 min
Limousinenservice Flughafen Singapur Changi – City /ERP-Zone ca. 36 – 45 S$
MRT/S-Bahn Singapur Changi Terminal 2 – Clark Quay ca. 1,90 S$ / ca. 1 €
Fahrzeit MRT/S-Bahn Singapur Changi Terminal 2 – Clark Quay ca. 45min /incl. 1x Umsteigen
Flughafengebühr Internationaler Abflug Singapur Changi keine
Extrakosten Stopover Singapur keine

Der lange Weg nach Indonesien

Skyline von Singapur am 07.12.06

kann 30 Jahre dauern. Indonesien, das in der DDR scheinbar völlig unbekannte Land, kam im Geographieunterricht nicht vor. Das war wohl Absicht. Bloß keine Begehrlichkeiten wecken. Wenn es nicht zu verhindern war, wurden Müllkippen vorgeführt – bewohnt.  (Leider gibt es die aber immer noch. Auf Bali vielleicht nicht bewohnt aber auf Java). Das prägte und man hatte kein Bedürfnis mehr, dahin zu wollen und fühlte sich bei dreizehn Grad Wassertemperatur in der Ostsee sauwohl. Man hatte sich dran gewöhnt und redete sich ein, d a s  ist es, vor allem, wenn die Flugpausen der elend lauten, tief fliegenden Militärdüsenjets über den Stränden von Usedom bisschen länger waren. Die auf über zwanzig Grad gnadenlos aufgeheizte Luft über dem Strand flimmerte, dass man glaubte, Schwedens Umrisse sehen zu können.

Aber die realsozialistischen Reisewunschunterdrücker haben nicht aufgepasst. Es gab da unten einen Typen, der so bekannt und für die Menschheitsentwicklung so wichtig war, dass selbst die Strategen, die jegliches Leben um die DDR am liebsten totgeschwiegen hätten, an ihm nicht vorbei kamen. Ein Wesen zwischen Mensch und Affe. Der Pithecanthropus Erectus. Der Javamensch. Wir haben ihn gesehen. Nackt. In Zentraljava lief er über die Straße.

Ganz unbeabsichtigt hat vielleicht auch das DDR-Fernsehen mit der ab 1955 ausgestrahlten, sehr beeindruckenden Sendereihe “Der gefilmte Brehm” – ab 1965 vom damaligen Dresdner Zoodirektor Prof. Ullrich moderiert – unterschwellig einen Reisewunsch zu dem Platz erzeugt, an dem dieser frühe Mensch gelebt haben soll. Nicht unwesentlich beigetragen zum Reiseziel haben scheinbar auch einige

Zigarren von der indonesischen Insel Java

die paar Jungs der 3. Klasse in den Resten eines Kolonialwarenladens in einer Riesenkiste mit buntem Deckelbild aufgestöbert haben. Das sollte eigentlich in dem Alter keine Entscheidungshilfe sein, die später bevorzugte Destination auszusuchen. Aber, wo wir die nun mal gefunden hatten … das konnte nur ein interessantes Land sein. Dabei lag Java nicht weiter weg und nicht näher dran, als das Nachbargrundstück.  Dieses Java, was immer das war, schwebte Lichtjahre außerhalb unserer Vorstellung.

Vielleicht spielte diese Erinnerung ein Rolle, als Singapur Airlines eine Aktion zum 50-jährigen Bestehen machte. Man konnte für vergleichsweise wenig Geld, das waren seinerzeit etwas über 800 (!) DM für etwa 9 Tage, in die thailändische Sonne fliegen. Die Weichen auf das warme Wasser und das immerwährende Lächeln in Südostasien waren endgültig gestellt.

Über die letzten Sommer in Europa konnte man nicht klagen, da entflieht man der Kälte in Deutschland wenn man das einrichten kann. Zuweilen berichtete dann die Deutsche Welle, dass man in Deutschland im Dezember im Biergarten saß. So kann natürlich kein Neid entstehen.

Wer das kann, checkt am Vorabend – meist ab 18 Uhr – ein. Ist der Reisepass noch 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ? Kopie des Reisepasses und der Flugtickets dabei ? Wenn ich daran denke, wie bürokratisch eine Geldumtauschaktion dort unten sein kann, möchte ich mir nicht vorstellen, dort einen Reisepass oder neue Tickets beschaffen zu müssen.

Eingezwängt in der Economy ?

Der Albtraum an sich in einer B 747. Eingeklemmt zwischen fremden Leuten auf den Plätzen E oder F. Aufstehen lässt sich in 12 Stunden nicht vermeiden. Mit Glück hat der Nachbar einen leichten Schlaf und lächelt nur gequält, wenn er sich lustlos erhebt. Es gibt aber Nachbarn, da vergeht das Fliegen. Wenn der Urlaub in der Economy anfangen soll: Auf der Seite der Fluggesellschaft nachsehen, welcher  Flugzeugtyp eingesetzt wird. Dann auf SEATGURU das Flugzeug suchen, Plätze aussuchen und die gewünschten Sesselchen bei der Buchung angeben oder – bei Singapur Airlines – den Wunsch äußern, wo man gerne eingeklemmt werden würde. SIA nimmt keine verbindlichen Reservierungen entgegen. Das mit dem Wünschen ging bei SIA trotzdem viele Jahre ganz gut, zuletzt aber nicht mehr. Bis dahin gab es in einer B 747 – 400 der Singapur Airlines meist die Plätze 61 bis 64 A und C oder H und K. Das sind etwas bessere Sitze.

Malaysia Airlines hat damit  nun überhaupt keine Probleme und man kann die gewünschen Plätze bis Denpasar und zurück durchbuchen. In den B 747 der anderen Fluggesellschaften ist die Platzaufteilung meist verschieden.


Da hält man 12 Stunden von Frankfurt nach Singapur aus. Der Wetterbericht für Bali wird im Allgemeinen die üblichen 28 bis 31 Grad voraussagen. Da im Dezember die Regenzeit richtig beginnt, liegt die Niederschlagswahrscheinlichkeit höher als sonst, bei 10-30 Prozent.  Das sagt nicht viel. Wenn es regnet, dann kann das richtig regnen. In ca. 40 – 50 min  ist man von Dresden aus in Frankfurt/M. Es gibt i.A. günstige Anschlussflüge für unter 90  bis ungefähr 130 Euro. Das lohnt sich, selbst wenn man eine Bahnfahrkarte im Rahmen von Rail & Fly kostenlos zur Reise bekommt. Zur Stressvermeidung sind 3 Stunden Übergangszeit in Frankfurt nicht verkehrt.

Wenn  man  sich  im  Frankfurter Flughafen nicht auskennt, dauert es, ehe man durch ist. Im Vergleich mit großen asiatischen Flughäfen ist Frankfurt der unübersichtlichste und unfreundlichste Flughafen mit den längsten Fußwegen, endlosen Treppenschächten und den meisten Baustellen bzw. Interimslösungen. Singapur Airlines ist eine  Star-Allianz mit anderen Gesellschaften eingegangen, u.a. mit Lufthansa und bietet Code – Sharing – Flüge an, d.h. die Fluggäste fliegen u. U. in der Maschine des Allianz-Partners. Das Unterhaltungsprogramm Krisworld von Singapur Airlines hat ein vielfältiges Angebot im Video- Audio- und – wen das interessiert – auch im Videospielbereich.

Auch 12 Stunden Interkontinentalflug gehen irgendwann vorbei

Blick aus dem Flugzeugfenster auf die Karpaten Singapur Airlines setzt außerdem Maßstäbe, was die international anerkannte Bordversorgung betrifft. Wenn man sich während des Fluges mal die Beine vertritt und paar Übungen macht – was dringend zu empfehlen ist – übersteht man den Flug gut, auch wenn man sich anfangs nicht so richtig vorstellen kann, wie die 12 Stunden rumgehen sollen. Legen Sie die Decke und die Socken nicht so weit weg. Die haben bei den zeitweise niedrigen Temperaturen einen Sinn. Flüge bei Tag sind für geografisch Interessierte interessant, wenn man freie Sicht hat. Das sind Bilder der südlichen Karpaten in Rumänien aus 12 km Höhe. Durch leicht vereiste und nicht immer ganz saubere Scheiben sowiedie Verzerrung durch das Fotografieren schräg nach unten sind die Bilder natürlich nicht optimal, aber es reizt immer wieder.

Wer während des Fluges ungestört schlafen möchte, bekommt einen Aufkleber von den hübschen Stewardessen in ihrer typischen Kleidung ( Stewarts gibt es auch ) und hat dann seine Ruhe. Da man – wenn man in Frankfurt gegen Mittag startet, z.B. mit SQ 25 ab ca. 12:30 Uhr, dem nächsten Tag entgegen fliegt, wird es schnell dunkel und im Flugzeug geht für paar Stunden das Licht aus. Da kann man bisschen ruhen, so dass man vom Überflug z.B. des Hochlandes im Iran oder dem bildschirmfotonordindischen Flachland nichts mitbekommt. Die letzten Stunden vergehen schnell, denn es gibt Frühstück, was eigentlich wieder ein Mittagessen ist. Derweil fliegt die Maschine vielleicht in Höhe der thailändischen Ferieninsel Phuket über eine Gegend, die vom Tsunami 2004 hart getroffen wurde. Ab hier wird die Flugzeit noch ca. 1,5 Stunden betragen. Es empfiehlt sich spätestens jetzt, die Immigration – Card (Einreiseunterlagen) für Singapur auszufüllen, die man braucht, wenn man in Singapur bleibt. Man bekommt sie von den Stewardessen. Nach Ankunft wird man einen in jeder Beziehung freundlichen, übersichtlichen und hervorragend ausgeschilderten und organisierten Flughafen vorfinden, auf dem Service, schnelle Abfertigung und Sauberkeit ganz groß geschrieben werden. Nach Absolvierung der Einreiseformalitäten wird man sein Gepäck in Rekordzeit erhalten und kann sich wahlweise zur Metro, die hier M (ass) R (apid) T (ransit) heißt und eine Linie – mit einem Mal umsteigen – direkt ins Zentrum hat, begeben oder ein Taxi nehmen.

Taxi in Singapur ist nicht dasselbe wie Taxi in Dresden

Flughafen Singapur - Ausgang zur Stadt22 000 Taxis in Singapur sind pausenlos unterwegs. Die stehen nicht herum und warten, dass der potentielle Fahrgast sich gnädigst zu ihrem Standplatz begibt und den Fahrer weckt. Kaum, dass man länger als eine Minute am Strassenrand wartet, bis eins kommt. Bei den Taxis vom Flughafen in die Stadt muss man bisschen aufpassen, denn da warten rechts auf dem Weg zum Ausgang schon diverse Edel – Limousinenservices. Die dürfen auf der  Stadtautobahn auch nur 90 Km/h fahren. Man kann den halben Fahrpreis sparen, wenn man paar Meter weiter geht und ein normales Taxi in die Stadt nimmt. Die Preise pendeln tagsüber zwischen 15 und 19 S$ zu einem Hotel im Zentrum. Für die Einfahrt in die ERP (Innenstadt) – Zone kommt ein Zuschlag von ungefähr 3-4 S$ hinzu.

Der Preis hängt natürlich auch vom Weg ab . Es ist von Vorteil, wenn man auf die mit Sicherheit vom Taxifahrer kommende Frage, wie oft man schon in der Stadt war, einen mehrfachen Aufenthalt angibt. Am besten ist es, wenn das auch noch stimmt und man die Örtlichkeit kennt. Das verkürzt die Fahrstrecke zum Hotel oder verlängert sie nicht auf wundersame Weise. Das soll nicht heißen, dass man den singapurianischen Taxifahrern nicht vertrauen kann.

einweiser am taxistand in singapur am 04.12.07Wenn man nun mit dem Taxi in die Stadt fährt, wird man vielleicht von diesem freundlichen Herrn eingewiesen. Man kann sicher sein, dass man keine 3 min wartet bis ein Taxi bereit steht. Es gibt  hinreichend Taxis in der Stadt. Das klappt. Aber gnadenlos unterkühlt sind die, was zum Problem werden kann. Wenn man schon in der Gegend ist, sollte man ein paar Tage bleiben. Die Stadt bietet mehr Entdeckenswertes, als es die Stadtrundfahrt erwarten lässt. Eine Woche ist nicht zuviel.

Die 20 km MRT-Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt kostet höchstens 2 S$, also ungefähr 1 €. Dauert mit ca. 45 min inklusive Umsteigen etwas länger, ist aber völlig problemlos zu händeln.

Ich nehme mir ja auch gern mal die Zeit, zum Bahnhof Singapore Railway Station zu gehen. Der Bahnhof ist ja immer ein Spiegelbild der Stadt. In Singapur stimmt das vielleicht nicht ganz, aber das ist ja das Reizvolle. Viele Reisende fliegen aber gleich weiter. Zum Beispiel nach Bali.