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  von dresden in die halbe welt ...doch zunächst über die mauer in dresden-laubegast  
 
 
                   
  AUGUST DER STARKE Diesbar Dresden GRÄFIN COSEL Friedrich Engels KÖNIGSTEIN KURORT RATHEN KRIPPEN   
  Leipzig MEISSEN PILLNITZ Pirna Schmilka Stadt Wehlen Wilhelm PIECK Die Mauer  
  Sommerfahrplan 2010            
     
  Technische Daten  
     
 
Typ: Hochwasserschutzmauer  Auftraggeber: Stadt Dresden Baujahr: 16.06.16-14.12.18 Kapazität: keine
Leistung: schwach Länge: 2700 m Breite: zu breit Sitzplätze: 4000
Die Mauer steht üblicherweise nicht an solchen schönen Uferabschnitten wie in Dresden - Laubegast oder Kleinzschachwitz.
 
     
  Problem  
     
   
     
 

Das derzeitige Dauerdiskussionsthema im Dresdner Osten ist eine Mauer. Die Maueridee wurde vermutlich im trocken gelegten Sitzungssaal kurz vor Feierabend noch schnell völlig schmerzfrei geboren. Doch sie kam  - unerwartet - laut schreiend zur Welt. In dem nämlichen Frequenzbereich, mit dem so was Neugeborenes schreit, sind die Laubegaster mächtig hellhörig geworden.

Der Webmaster versteht die ketzerische Frage so ... dass es im Dresdner Stadtrat Politiker gibt, die wünschen, dass alles mobilisiert wird, um ihren Firmen Aufträge zu verschaffen, indem z.B. eine 2,7 km lange Mauer errichtet wird... Niemand sollte eigentlich diese Absicht haben. Deren Bauarbeiter sollten mit der Sanierung von Schulen voll ausgelastet sein !

Unseren Stadtplüschetagenbedenkenträgern ist selbstverständlich nicht wirklich bekannt, dass eine solche Absicht nicht besteht, nein, nein. Die nun den Laubegaster Untertanen hingeworfenen Phrasen " Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten ", sind frech und heißen überhaupt nichts. Die städtischen Grundwasserkünstler werden sich im Baufall winden und dann zwingen, die Mauer " mit Bauchschmerzen " zu errichten. Bauchschmerzen sind gut und haben immer geholfen, wenn uns die Volksvertreter künstlich grinsend ein Kröte zum Schlucken hingeworfen haben.

Wenn der Stadtrat also einstimmig und ohne Stimmenthaltung eine Planung in Auftrag gegeben hat, nennen wir sie ruhig Machbarkeitsstudie, haben sie die Absicht, eine Mauer zu errichten. Man dreht noch etwas an der wunderbunten Glaskugel und gibt vor, davon nichts Genaues zu wissen oder eben was anderes. Kommt auch immer gut.

Gegen dieses heutige, vollabsichtlich verbreitete Desinformationschaos war Ulbricht ein Stümper. Widerworte musste er aber auch nicht fürchten. Frau Oberbürgermeisterin muss - gottseidank - und hat doch allergrößte Schwierigkeiten mit der Wahrheit !!

 
         
  Das ist Laubegast. Jedenfalls ein Stück davon. Ein schönes Stück.  
         
     
  leipzig_mauer_laubegast_030809_DSC02251_c_b900.jpg (127836 Byte) Ich habe - wie der Stadtrat offenbar auch nicht - von der Wassermaterie keine Ahnung. Aber ich kann schwimmen. Das sollte reichen um mitzumischen. Und ich kann sehenden Auges durch Laubegast laufen und meine Phantasie reicht weit voraus. Seinerzeit hat der Staatsratsvorsitzende Ulbricht mit einer unglaublichen Dreistigkeit lächelnd ins Mikrofon gelogen. Diese Lüge hat die Welt verändert. Wieder soll eine Mauer was verändern, dieses Mal den Stadtteil Laubegast und noch weitere. Dass andere Stadtteile dabei draufzahlen, wird im Grunde noch  verschwiegen. Der geneigte Leser macht sich am besten selbst ein Bild. Hier habe ich was gefunden.  
     
  mauerzoff_3_dd_laubegast_090809_c_b800.jpg (93683 Byte) Äußerst fragwürdig scheint mir mindestens der immense Aufwand für ein doch wirklich seltenst auftretendes Ereignis wie die Jahrhundertflut. Aus Erfahrung ist wohl auch größte Vorsicht angesagt, wenn im Stadtrat was ohne Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen wird. So ein Fall kommt ja praktisch nie vor und ist seltener als die nämliche Jahrhundertflut. Wenn denn aber wirklich beschlossen werden würde - den lieben Gott bemühe ich sonst nie aber der sollte da mal irgendwas dagegen machen, die sind doch fast alle in der CDU - eine Mauer zu errichten - und das bisschen oberirdische Mauer ist es ja nicht nur - dann gäbe es ordentlich was zu verdienen mit der Buddelei.  
       
  Und dann lassen sich Nachfolgeaufträge generieren. Vielleicht spielt ja das Grundwasser verrückt. Dann dürften die Bau - und Sanierungsaufträge überhaupt nie zu Ende gehen. Ein Traumzustand. Die meisten der unmittelbar vom Hochwasser 2002 betroffenen Einwohner werden dankbar sein ob der Schutzmaßnahmen - sollte man denken. Den Eindruck hat man aber nicht unbedingt, wenn man sich mit den Leuten unterhält. Mal abgesehen davon, ob das Ganze sinnvoll ist oder nicht, der Eingriff in eine gewachsene Uferlandschaft wie in Laubegast oder in Kleinzschachwitz und die "Umgestaltung" kann nach aller Erfahrung in dieser Stadt nur in einer gestalterischen Katastrophe enden. Einheitsbrei eben, wie am Altmarkt vielleicht. Da dort aber die Totenruhe eingetreten ist, stört das niemanden. Vielleicht ist das aber alles nur die Vorstufe zur vom Ratskeller favorisierten und derzeit in der Planung befindlichen Staustufe zwischen der Carolabrücke und der Augustusbrücke, die einen Wasserstand garantieren wird, der die Wendezeiten der Dampfer in Pillnitz endlich drastisch verringern wird.  mauerzoff_2_dd_laubegast_sw_090809_c_b800.jpg (214576 Byte)  
     
Man  spricht von unglaublichen 100 Prozent. Ist doch der Wahnsinn, oder ? Es bestünde dann auch die Möglichkeit, mit den Dampfern an jeder beliebigen Stelle zu wenden, da davon auszugehen ist, dass die zunehmende Anzahl von Gummibooten auf der Elbe den großen Schiffen, die als potentielle Entführungsopfer ahnungslos rumschwimmen, gefährlich werden kann. Man hat gelernt aus den Erfahrungen der Holzverschiffer und der Gummibootabwehrarmee vor Somalia.
 
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In Laubegast ist das bekanntermaßen völlig anders. Wenn es sein muss, stellen die Leute schon mal den Mauerverlauf mit Kaffeetassen nach. Einen Mauerverlauf wohlgemerkt, den sie nicht wollen. Da können die Computeranimationen noch so schön in frischem Grasgrün daherkommen, die Leute hier brauchen klare Ansagen und nicht das übliche schwammige Geschwätz. Das ist es, was die Leute unsicher macht und manchen Mitbürger solche Horrorvisionen in Holz errichten lässt und die für höchste Aufregung in 

 
         
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den Amtsstuben führen, weil das ja nicht sein kann, so ein böser, böser Eingriff in den Landschaft mit Holz (!) - auf fremdem Grund womöglich. Kopfschütteln reicht da nicht mehr ! Muss das Mauerwerk aber wirklich so hoch sein, dass es den Fernsehturm - Illustration oben - verdeckt ? Wenn wir der physikalisch vorgebildeten Frau Dr. Merkel vertrauen, sicher nicht, denn sie hat die Kraft, die Erderwärmung nach weiteren zwei Grad zu stoppen ( Lieber Gott, sende einen Engel nebst Eimer mit Kühlwasser ! ) Vom Fernsehturm könnte man zwar hinter die Mauer sehen, wenn er nicht selbst für Besucher vermauert wäre. Gibt es Alternativen ? 

 
         
  mauerzoff_5_dd_laubegast_090809_c_b800.jpg (111612 Byte) Wie eindrucksvoll gezeigt wird, kommen Leitern nicht in Frage, die sind zu unhandlich. Und außerdem sind es die Ost-Deutschen nicht gewohnt, mit einer Leiter an die Mauer zu gehen. Weiterhelfen werden nur Stelzen. Wir haben das schon mal nachgestellt, wie das dann aussehen könnte. Die ersten  mauerzoff_4_dd_laubegast_090809_c_b1000.jpg (158195 Byte)  
         
  trans_1_b800.jpg (105258 Byte) Gastwirte in der Gefahrenzone - hört man - räumen bereits Abstellkammern aus und bereiten sich auf den Stelzenverleih vor. Ja, solche Ideen braucht das Land. Da das Wasser aber nach aller Erfahrung auch ganz herrlich aus den Gullis sprudeln wird, sollte man sich auf Wildwasserfahrten hinter der Mauer vorbereiten. Wozu muss man aber nun über die Mauer gucken wollen ?  Es wird wohl ein beeindruckendes Schauspiel sein, wenn das an der Mauer umgeleitete Wasser Niederpoyritz platt macht.
Irgendwo muss es ja lang. 
In 98 Jahren.
 
     
  In 5 Jahren soll die Mauer fertig sein, orakelt man. Wir sollten angesichts dieser ungewohnten Eile mit der die Stadtverwaltung und deren baupolitische Steigbügelhalter uns trocken legen wollen, sehr nachdenklich werden. Die sind sonst nicht mal bei der Renovierung von Schulen so schnell. Es ist eine Gefahr im Anzug, das ist klar. Die kommt nicht von der Elbe, die kommt aus dem Rathaus ! Nun steht nach dem Willen des Stadtrates auch das Bauablaufszenario fest: Im Zeitraum 16.06.16 - 14.12.18 soll sie nun gebaut werden. Die wollen ein Geschäft mit einer Mauer machen aber ich denke, ...  
         
 
... die Laubegaster sch...... drauf !  
 
     
     
  Was kommt als nächstes in Laubegast ? U-Boote ? Schon blitzen merkwürdige Lichter im Wasser auf. Kann man vom Biergarten aus sehen. Nach Mitternacht hin und meist im Sommer verstärken die sich und werden bläulich, rötlich und grünlich und generieren merkwürdige Wellenringe ! Die stammen doch nicht von beleuchteten Enten ! Hat das was mit den U-Booten in der Elbe zu tun, die hier zum Schutz der Elbdampfer gegen permanente Angriffe aus penetranten Gummibooten stationiert werden sollen ? Kommt der U-Boothafen - wie hinter aufgehaltenen Händen schon längst getuschelt wird - nach Laubegast ? Ein Trockendock - höher als die Laubegaster Häuser am Ufer ist schon da.  
 

Warum ist der Wachturm so hoch ?
Um über eine Mauer zu gucken ?  
Sie sagen, es ist `ne Fähre für Afrika.
Ich glaube ihnen nichts mehr.

 
         
  Auch das ist Laubegast. Jedenfalls ein Stück davon. Ein schlechtes Stück.
Im Märchen sin`se ooch erst nach 100 Jahren aufgewacht...
 
         
         
  Ich danke allen Schilderstillhaltern und Statisten und Fotozurverfügungstellern vom Frühstückssonntag 2009 am Laubegaster Ufer und dem Team von den Infoseiten Dresden für den hervorragenden Kaffee und Ideen.  
 
 
 
 
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