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  Sommerfahrplan 2010            
     
  Technische Daten  
     
 
Typ: Seitenraddampfer  Hersteller: Werft Blasewitz Baujahr 1892 Dampfkessel: Flammrohr Kapazität: ca.600 Personen
Leistung: 110 PS Länge: 54,68 m Breite: 4,75 m Breite über Radkästen: 9,82 m Sitzplätze:

Der Dampfer wurde als Graf Moltke in Dienst gestellt, 1919 in Lobositz umbenannt und 1948 mit dem Namen Königstein versehen. 1971 wurde das Schiff ausgemustert und liegt seit 1973 als Gaststätte "Seeperle" am Süßen See in Seeburg/Sachsen-Anhalt

 
     
  Bilder  
  ... ohne strom und ohne wasser      
 

Ein Foto vom Schiff auf der Elbe kann ich im Moment nicht zeigen. Als das Schiff noch unterwegs war, war ich noch nicht in Sachsen. Später, so etwa ab 1975 habe ich jedoch so manchen Abend und so manches Wochenende im und neben dem Schiff verbracht, denn nicht ich ging zum Schiff, sondern das Schiff kam in meine Heimat und wurde zur Seeperle. Na ja, der gastronomische Brüller war das damals nicht. Bisschen exotisch war es aber schon. Aber das auch nur einmal zu fotografieren ist mir doch nicht eingefallen. Den ollen Kasten... Kann ja sein, dass der auch mal auf der Elbe rumgeschippert ist. Man hatte damals einfach keine Beziehung zu diesem Fluss. Aber heute ! Fließt keine 200 m an meinem PC vorbei. Und da ist mir das Schiff doch tatsächlich nicht gleich eingefallen, obwohl ich nun auch über einigen Seiten zu den Elbeschiffen sitze. Doch mir wurde geholfen, denn ...

 
         
 

...kürzlich erhielt ich von Herrn Dr. Rolf Böhm aus Bad Schandau - auch an der Elbe gelegen - freundlicherweise Bilder des heute "Seeperle" genannten Ex-Schiffes, die im Jahre 2006 entstanden sind. Ich bedanke mich sehr herzlich. Der Name des Fotografen kam mir irgendwie bekannt vor und siehe da im email - Anhang konnte man es lesen.

 
     
 

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Bei der Gelegenheit noch zwei Worte zum Süßen See und zu der durchaus lieblichen Gegend drum herum. Es war schon immer was Besonderes, zwei salzige Seen mitten im Land zu haben. Denn der Süße See heißt zwar Süßer See aber der ist trotzdem noch hinreichend salzig. Von den einstmals zwei blauen Augen des Mansfelder Landes ist nur das eine - der Süße See eben - übrig geblieben, während der andere - der Salzige See - seit 1896 nicht mehr existiert. Eingebettet in Obstplantagen und Weinberge hat die Gegend im Regenschatten des Harzes nachweislich ein Klima, welches mit der Adria vergleichbar ist. Das ist hervorragend geeignet für die Produktion von allerlei Obst. Die ersten Kirschen sind jedes Jahr Anfang Juni reif und scheinbar ganz Sachsen-Anhalt stellt sich hier nach den saftigen Aprikosen an, die hier mehr Sonne haben, als der Wein an der Mosel. Die Plantagen mit den gelben Früchten prägen diese Landschaft ganz erheblich. Luther ging hier entlang und Novalis holte sich sicher Anregungen für seine Dichtung. Die Grafen von Mansfeld erkannten den Wert der Seenlandschaft und bauten sich hier ein Schloss. Leider haben heute hier ganz viele Leute ganz viel Zeit am See zu sitzen - während ringsherum alles verblüht.

 
         
 

Wenn aber was blüht, ist es ein großes Vergnügen, den See mit dem Rad zu umrunden, was auch relativ ungeübte Radler locker schaffen sollten. Und - um den Kreis zu schließen - da bietet es sich an, vor der ollen Königstein ein Bier zu nehmen und an alte Zeiten zu denken... Auch für dieses Foto bedanke ich mich bei Herrn Rolf Böhm.

 
     
 

Nur wenige Tage nach Erhalt der Seeburger Bilder bekam ich nun auch ein Foto vom Einsatz als "richtiges" Schiff. Ich bedanke mich herzlich bei Jochen Vielhauer, der mir das Bild zur Verfügung gestellt hat. Aufnahmezeitpunkt ist das Jahr 1968 und es war offensichtlich Sommer. Das Schiff wendet vermutlich gerade in Dresden - Pillnitz und wurde wahrscheinlich vom Anleger Pillnitz aus aufgenommen.

 
 
 
 
 
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