| Es gibt viele Möglichkeiten, um nach Angkor zu kommen. Mit dem Flugzeug von Bangkok, Saigon oder Singapur ist es sicher sehr bequem und verlockend, einen Trip mit zwei Übernachtungen in Siem Reap zu machen. Die meisten Reiseveranstalter holen also am Morgen vom Hotel ab, man fliegt nach Siem Reap und hat am Nachmittag schon unter Zeitdruck die ersten Besichtigungen, da man bedenken muß, daß es in den Tropen ab 18 Uhr dunkel wird und 18:30 Uhr ist es dann auch stockdunkel. Am nächsten Tag besucht man dann 2-3 der wichtigsten Tempel und kann am dritten Tag vormittags noch was ansehen, aber gegen Mittag geht der Flieger zurück und so ist wieder nicht viel | Zeit und vor allem keine Ruhe. Und so ähnlich wäre auch unser Besichtigungsprogramm abgelaufen, wenn wir uns streng an`s "Protokoll" gehalten hätten. Man könnte sich da recht oft ärgern, daß zu wenig Zeit ist. Für diejenigen, die privat unterwegs sind, ist deshalb wirklich zu empfehlen, sich für den ganzen Komplex eine Woche Zeit zu nehmen und das Ganze in Ruhe anzugehen. Man kann mit dem Fahrrad durch die Tempelstadt fahren oder mit einer Mopedrikscha und wird schon daran seinen Spaß haben. Nichts ist dort der Sache abträglicher als durchzuhetzen. Manchem wird das reichen. Wer eintauchen will, braucht Zeit ! Ein besonderes Erlebnis ist der Sonnenaufgang beim Angkor Wat. |
| Eintrittsgebühr Angkor: |
| Ein einzelner Tag kostet 20 US$. Der Paß kostet für 3 Tage 40 US$. Man benötigt ein Passbild für den Tempelausweis, welches man aber auch am Eingang machen lassen kann. Die Leute sind sehr freundlich. Mitbringen spart Zeit, aber es dauert nicht sehr lange. Ich halte den Preis für absolut angemessen. Man beachte, was man dafür geboten bekommt und vergleiche das z.B. mit einer Seilbahnfahrt - meinetwegen in der Schweiz - die leicht das Mehrfache kostet. |
| Ohne Ausweis kommt man nicht rein in`s Tempelgelände ! |
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Dann steht man endlich vor dem Tor zur Tempelstadt und es läuft kalt und heiß den Rücken runter. Man ist überwältigt von der Größe und der Zerbrechlichkeit und der Schönheit der vor 800 Jahren geschaffenen Stadt Angkor, die einst eine Million Einwohner gehabt haben soll. Links sieht man das Südtor zum Angkor Thom, gesäumt von monumentalen Geländer - Figuren, die trotz ihrer gewaltigen Ausmaße einladend auf den Besucher wirken. Eine gute Stelle, um in das Gelände einzutreten. |
| Das nächste Highlight ist dann gleich der berühmte |
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Gesichtertempel Bayon. Der Drang, diesen Tempel zu sehen, rührte u.a. daher, daß es in der DDR eine Band namens Bayon gab, auf deren einem Albumcover dieser Tempel stilisiert dargestellt war. Es ist unter fotografischem Gesichtspunkt ein Fehler, diesen Tempel in der Mittagszeit zu besuchen. Sicher sind da nicht ganz soviel Leute da aber die Kontraste auf dem Bauwerk sind kaum zu beherrschen. Nur in diesem Tempel könnte man aber wohl einen ganzen Tag verbringen. | |
| Die Vielfalt der Gesichter ist fotografisch kaum zu erfassen. Man muß sich einfach irgendwo hinsetzen und das Bauwerk wirken lassen. Gruppendynamische Zwänge verhindern das weitgehend, aber man kommt ja nun nicht alle Tage hierher und da muß man sich bemühen. Einer der berühmtesten Tempel von Angkor ist der Ta Prom. Für Viele das Highlight an sich |
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und entsprechend oft abgelichtet. Der ist so berühmt, weil man ihn so belassen hat, wie man ihn im 19.Jahrhundert wiederentdeckt hat, als sich die Natur das Gelände zurückgeholt hatte. Es ist wirklich unglaublich und man glaubt kaum, was |
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| man sieht. Beeindruckende Bilder. Wo sieht man so etwas noch | ||
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auf der Welt ? Es ist aber auf Grund der zahlreichen Touristen sehr schwierig, einigermaßen ruhige und aufgeräumte Bilder zu machen auf denen sich nicht in erster Linie Besucher finden. Und mit großer Geduld und etwas Glück gelingt |
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das auch. Aus der
Erfahrung lässt sich sagen, daß es - in Asien - immer richtig ist, die
Tempel und religiösen Stätten am frühen Morgen oder am späten Abend zu
besuchen. Es hat nur Vorteile. Da ist zum Einen das Licht. Man kann in den
Tropen erfahrungsgemäß die besten Bilder von 6-9 Uhr am Morgen und von
15-18 Uhr am Nachmittag aufnehmen. Dazwischen ist es kaum möglich, farbstichlose und
vom Kontrast her beherrschbare Aufnahmen zu machen. Also - früh aufstehen
lohnt sich. Man wird im Übrigen feststellen, daß die Einheimischen auch
zu so früher Stunde immer schon ihrem Tagwerk nachgehen. Andererseits
fehlen zu diesen Zeiten die Touristenströme und meistens auch die
nervigen Händler, wobei man sagen muss, dass Letztere in Kambodscha -
noch - zurückhaltend waren.
Das nächste Bild zeigt einen Eingang zum Tempel Ta Prom. Ich habe hier ungefähr 10 min gewartet, bis kein Tourist mit kurzen hellen Hosen und rotem Shirt auf dem Weg war. |
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| Wir
haben schon `ne Spendengelder in verschiedenen Ländern Südostasiens
gelassen. Dafür gibt es genug Gelegenheiten. Man wird vielleicht ein
Weisenhaus besuchen, einen Tempel oder eine Schule oder auch eine
Familie. Dort wird man von ihnen nichts fordern aber man wird sich über
eine Spende sehr freuen. Vergleichsweise wenig Geld hilft dort ziemlich
weit.
Leider greift das Betteln der Kinder in den Touristenzentren immer weiter um sich und wenn es auch noch so schwer fällt, geben sie nichts, denn Sie unterstützen damit die, die die Kinder gnadenlos ausnutzen. Es wird regelmäßig passieren, dass ein kleines Mädchen von vielleicht 2 oder 3 Jahren mit einer Blume oder Blüte in der Hand auf den Touristen zugeht und diese als Willkommensgruß überreicht und man wird davon ganz angetan sein und dem niedlichen Kind lächelnd und vielleicht in ebenso blumenreicher Sprache danken. Dann wird sich der Blick des Kindes verfinstern (!) und es wird mit eindeutiger Geste - und, wenn es schon sprechen kann auch verbal - Money fordern und der Blick des Kindes wird überhaupt nicht kindliches mehr haben. Eine schlimme Entwicklung, die die Armut hervorbringt. |
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Da
hilft nur, freundlich dankend die Gabe abzulehnen. Auch wenn es schwer
fällt, es geht. Letztendlich muß jeder für sich entscheiden, wie er
damit umgeht aber betteln hat denen, die es tun, noch nicht wirklich
geholfen. Davon profitieren nur die Hintermänner.
Bei den Jungs auf dem Bild war das anders. Die haben mit solcher Inbrunst und mit soviel Spaß gesungen, daß uns das einen Dollar wert war, nachdem wir ihnen 10 min interessiert zugehört haben. Das war wirklich eine tolle Vorstellung. |
| Noch ein Wort zum Tempel Phnom Bakheng. Das ist der Tempel, zu dem am Abend zum Sonnenuntergang Heerscharen an Touristen hochklettern und der zum Besichtigungsprogramm fast jeden Veranstalters gehört. Dort oben ist es dermaßen unbeschreiblich eng, daß man nicht weiß, wo man sich hinstellen soll (!). Den Sonnenuntergang erlebten wir dort völlig unspektakulär. Disneyland in Angkor Wat. Man kann es sich wirklich sparen. Es ist Zirkus und der eigentliche Sinn des Tempelbesuchs wird dort ad absurdum geführt. Eher sollte man am Tag mal hoch gehen. Der nächste Tag brachte endlich den Besuch des Tempels Angkor Wat. Folgen Sie mir... |
| Wenn jemand Bilder dieser Webseite - für welchen Zweck und in welcher Größe auch immer - als Originalscan oder Originaldatei brauchen kann, möge man sich zu den Bedingungen über die Kontaktmöglichkeit an den Autor wenden. |
| Vietnam | 1.Tag | 2.Tag | 3.Tag | 4.Tag | 5.Tag | ||||
| Kambodscha | 6.Tag | 7.Tag | 8.Tag | 9.Tag | 10.Tag | 11.Tag | 12.Tag | ||
| Thailand | 13.Tag | 14.Tag - 19.Tag | |||||||
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| aktualisiert 22.03.08 |