Urlaub auf Bali ? Urlaub in Bali ? Balinesen ? Balier ? Reise – und andere Informationen
Über manche Begriffe denkt man normalerweise nicht nach und dazu besteht auch kaum Veranlassung. Es wirken aber scheinbar gewisse Befindlichkeiten aus der Vergangenheit nach. Wie soll man die Einwohner Balis nennen ? In der Vergangenheit hat sich eingebürgert,
sie “Balinesen” zu nennen. Der Begriff ist auf die englische Übersetzung zurückzuführen. Manchmal hört man, dass diesem eine “von oben herab” – Sicht auf die Menschen und eine Verniedlichung der Einwohner Balis innewohnt. Zunehmend ist in der Literatur von Baliern die Rede. Diese Bezeichnung ist nicht so geläufig, aber ich verwende die auch, weil sie die Leute respektiert. Diesen Respekt vermisse ich zuweilen in der medialen Wahrnehmung der Insel. Die Darstellung des Umgangs der eingefallenen Europäer mit den Baliern in TV-Schmachtschinken wie Traumhotel und solchen Sachen ist eigentlich unmöglich, da man regelmäßig den Einheimischen kaum mehr als den Dienstbotenstatus oder den Status eines minderbemittelten Erfüllungsgehilfen europäischer Expansionsinteressen im Hotelgewerbe oder im Immobiliengeschäft zugesteht. Insofern ist das uns suggerierte Bild völlig verzerrt. Es gibt nicht
den geringsten Grund für Europäer und andere Langnasen, den Oberlehrer raushängen zu lassen. Auch wenn sich westliche Einflüsse nicht ganz aussperren lassen und Abhängigkeiten entstehen: Die lebenslustigen Balier brauchen die trägen Europäer nicht. Ihre einzigartige Kultur und
Lebensgestaltung hat Jahrhunderte ohne uns überlebt und sich zu dem entwickelt, was sie ist. Das ist es auch, was sie Fremdherrschaft überstehen ließ. Es sei daran erinnert, dass sie lieber in die kollektive Selbsttötung gingen, als sich unterzuordnen. Die unterschwellige Beschäftigung mit der Benennung der Leute entstammt vielleicht einem europäischen schlechten Gewissen, das aus den letzten 200 Jahren resultiert. Der Umgang der Holländer mit der Bevölkerung der Insel war ja nicht gerade von Rücksicht
gekennzeichnet, als sie Bali seit Mitte des 19. Jahrhunderts für 100 Jahre brutal besetzten. Auf diese Zeit und den Kampf gegen die Kolonisatoren nimmt der Tanz BARIS GEDE Bezug. Selbst als Bali im Jahre 1945 zu Indonesien kam und dieses seine Unabhängigkeit erklärte, gaben die Holländer die Insel nicht auf. Es bedurfte eines weiteren, vierjährigen – blutigen –
Kampfes, bis sich die Holländer 1949 zurückzogen. Heute sind sie nun trotzdem wieder in sehr großer Zahl auf der Insel. Im Unterschied zu früher sind sie relativ friedlich. Die Selbstbeschränkung bei meiner Wortwahl hat aber Grenzen. Ein balinesisches Fest ist ein balinesisches Fest. Da fällt mir auch nichts Besseres ein. Die weibliche Form, die Balierin, habe ich zwar noch nie gehört, aber die ausgesprochenen Schönheiten sieht man ja überall. Die gibt es also, die Balierin… Wenn überhaupt, dann werden solcherart Diskussionen auch nur von uns Europäern geführt. Den Baliern ist es egal, wie man sie nennt. Sie werden in jedem Fall lächeln. Und sie werden die Möglichkeiten, die der Tourismus bietet, nutzen.
| Sämtliche Angaben in der Tabelle sind Erfahrungswerte. Es wird keinerlei Gewähr übernommen ! | ||
| Zeitunterschied Deutschland – Bali | MEZ +6 Stunden, MESZ +5 Stunden | |
| Flugzeit Frankfurt/M. – Singapur Changi | ca. 11:30 bis 12:15 Stunden | |
| Flugzeit Singapur – Denpasar/Bali | ca. 2 Stunden 15 Min |
|
| Sitzplatzreservierung bei Singapur Airlines Stand 10/09 | Nur auf Anfrage und unverbindlich | |
| Flugkosten Frankfurt – Denpasar/Bali Stand 04/11 | ca. 1200 € – sehr abhängig vom Zeitraum und Gesellsch. |
|
| Taxi Flughafen Denpasar – Sanur | ca. 100000 Rupia | |
| Fahrzeit Taxi Flughafen Denpasar – Sanur | ca. 30 – 45 min | |
| Traditionelle balinesische Massage 90 min / außerhalb der Hotels | ca. 50000 Rupia | |
| Mittagessen am Warung | ab 5000 Rupia | |
| Wetter Bali Mai – Oktober | tropisch bei 30-32 C und wenig Regen | |
| Wetter Bali Dezember – Januar “Kern”-Regenzeit | warm, 25–28 C, häufig starker Regen | |
| Wer das Wetter ganz genau wissen will… | Wetterbericht für Bali | |
| Tauschkurs Euro – Rupia – je nach Anbieter, Stand 4/2010 |
für 1 € erhält man ungefähr 14000 Rupia | |
| Kosten für Abhebungen mit EC-Karte am Geldautomaten | 50000-100000 Rupia je nach Anbieter | |
| Sperr-Notruf für alle EC-und Kreditkarten aus dem Ausland | 0049 – 116 116 | |
| Reisepass | mind. noch 6 Monate gültig ab Einreisedatum | |
| Kosten Visum Indonesien /Visum bei Einreise erteilt/Visa on Arrival | für max. 3 Tage 10 US $, für max 30 Tage 25 US $ | |
| Flughafengebühr Internationaler Abflug Denpasar | 150000 Rupia | |
| Vorgeschriebene Impfungen | keine | |
| Empfohlene Impfungen | Tetanus,Hepatitis A,Polio | |
| Malaria | Prophylaxe empfohlen, Tropenarzt konsultieren |
|
| Gesundheitssystem in großen Teilen mangelhaft | Mitnahme von Medikamenten dringend empfohlen | |
| Auslandsreisekrankenversicherung | dringend empfohlen | |
| Elektrizität | 220 V, Adapterstecker notwendig | |
| Honorarkonsul Bali | Sanur, Jl. Pantai Karang Nr. 17 / Tel: (+62 361) 288 535 | |
| Benzinpreis | 4500 Rupia /Liter | |
Überblick über die Taxikosten und Geld – Tauschkurse auf der Insel Bali
Wenn man das Flughafengebäude in Denpasar verlässt, findet man rechts an einem eher unscheinbaren Fensterchen den Schalter vom offiziellen Taxiunternehmen. Man kann mit folgenden ca. – Preisen rechnen (alles in Rupia und Stand 2010 und selbstverständlich nur ca. Preise): Kuta 50 000, Legian 55 000, Seminiak 60 000, Oberoi 65 000, Denpasar, je nach Ziel 50 000-100 000, Sanur 95 000, Nusa Dua 95 000, Jimbaran 60 000, Ubud 190 000, Candidasa 320 000, Padang Bay 300 000. Die Preise sind immer entwicklungsfähig, aber nach jahrerlangen Erfahrungen sind die offiziellen Taxipreise stets die preiswerten.
| Man muss sich nicht darum kümmern, wo die Taxis stehen, die Fahrer stehen am Schalter bereit und warten bereits auf die Quittung, die man am Fensterchen erhält. Man sollte bei Ankunft am Hotel dann aber nicht zu knausrig sein und dem Fahrer 10 000 Rupia zustecken, das geht völlig in Ordnung. Für einen 1 Euro bekam man 2007 ungefähr 11900 bis 13000 Rupia. 2008 waren das 14 000 bis 15 000 Rupia. 2009 und 2010 hat sich daran auch nichts geändert, allerdings steigen die Preise – fast unmerklich, aber sie steigen, vor allem in den Restaurants. Auf der Tafel stehen die Tauschkurse einer offiziellen Bank, da ist der Kurs generell etwas schlechter. Es gibt keinen Grund, bei den |
offiziellen Moneychangern, von denen es in den Touristenorten alle 100 m einen an der Straße gibt, nicht zu tauschen. Trotzdem sollte man schon mitzählen.
Am schlechtesten sind leider die Kurse in den Hotels, die fast immer einen “Bankschreibtisch” bereithalten, da müssen ja auch mindestens immer 2 Leute bezahlt werden, die das Geschäft ausüben.
Bloß nicht ! Kuta. Das Mallorca Südostasiens.
In Kuta soll der Kurs noch etwas günstiger sein. Wir tauschen aber lieber etwas ungünstiger und meiden Kuta. Wenn es Orte auf der Insel gibt, die mit Bali nichts zu tun haben, dann ist es Kuta. Man muss da nicht wirklich hin. Zumindest hinter den Kulissen ist das einer der dreckigsten Orte der ganzen Insel, man wird der Touristenflut dort nicht mehr Herr und lässt es doch ungebremst weiterlaufen …
Sollte man auf der Insel Bali ein Auto mieten ?
Wenn Sie das Lächeln verloren haben, finden Sie es wieder im Urlaub auf Bali. Wenn Sie es wieder verlieren wollen, mieten Sie ein Auto und fahren Sie selbst … Also, ich würde mir das überlegen. Wer Bali kennt, wird bestätigen, 50 km sind dort nicht gleich 50 km. Mit dem Auto mit Fahrer vielleicht, wenn man hinten drin lümmelt und nicht darüber nachdenken muss, wo es lang geht. Man kann freilich selbst eines mieten und – meinetwegen zum Bratansee – fahren. Über Preise kann ich nichts sagen, weil ich das nicht mache. Vom Selbstfahren mit dem Auto ist demjenigen, der zum ersten Mal auf der Insel ist, aus meiner Sicht, auf jeden Fall abzuraten.
Sicher hat man mit dem Auto an sich keine Schwierigkeiten. Auch an den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell. Vielleicht hat man sogar eine gute Karte. Gut ist dabei relativ, denn nach über 12 Jahren Suche ist mir noch keine Karte untergekommen, nach der man dort wirklich problemlos punktgenau von A nach B fahren könnte. Der neue Bypass und dessen Fortsetzung in Richtung Nordosten, der gerade im Bau begriffen ist, macht keine Probleme. Das Problem sind die zahlreichen kleinen Strassen ins Inselinnere und in Richtung Norden. Wenn also alle mutmaßlich notwendigen Voraussetzungen erfüllt zu sein scheinen, wird man mit der sehr lückenhaften Beschilderung der Richtungen große Probleme haben, die ohnehin nur an größeren Kreuzungen angebracht ist und manchmal wegem tropischem Bewuchs auch noch unsichtbar ist. Selbst wenn das alles kein Problem ist, wird man spätestens an der völlig fehlenden Beschilderung der Ortschaften scheitern. Alles geht ineinander über, bis man nicht mehr weiß, wo man ist! Und alles sieht anfangs gleich aus. Da steht man nun also irgendwo am Straßenrand und weiß nicht mehr weiter.
Wer im Verkehrsgewühl auf Bali nicht weiter weiß, kann doch fragen …
Ja, fragen kann man. Man wird auch bereitwillig Auskunft erhalten. Bei der Antwort kommt allerdings eine asiatische Eigenheit zum Tragen. Es ist überhaupt nicht klar, ob die Frage “sachlich richtig” beantwortet ist. Bevor jemand zugibt, dass er es nicht weiß, gibt er lieber eine falsche Antwort. Wenn man Glück hat, ist die Anwort richtig. Schon an der nächsten Kreuzung geht die Fragerei wahrscheinlich von vorne los. Und die Zeit läuft und läuft, man will ja – um beim Beispiel zu bleiben – zum Bratansee. Nun kommt noch eine ziemliche Gemeinheit des balinesischen Straßennetzes hinzu. Die weitaus meisten Straßen führen auf der Insel in Nord-Süd-Richtung. Wenn man sich verfahren hat und eben die falsche Strasse in Richtung Norden befährt, wird es schwierig, eine Querverbindung zu finden. Vielleicht muss man 10 km zurück und vielleicht ist eine solche Verbindung in der Karte, das heißt noch lange nicht, dass man die auch findet… Wenn man das nun alles mit dem Auto macht, kann man kaum überholen, das ständige Wenden dauert Ewigkeiten und man muss sich an jedem kleinen Stau anstellen und die Zeit läuft und läuft und läuft … Sollte es zwischenzeitlich dunkel werden, kann man sich getrost was zum Übernachten suchen, man wird den Weg zurück vom Inselinneren im Dunkeln als Ortsunkundiger nicht finden. Vielleicht ist man aber auch auf dem richtigen Weg, da wird man vielleicht mit einem mitten auf der Strasse liegenden unbeleuchteten Korallenhaufen kolidieren. Kurz und gut, ein uns bekannter deutscher Autovielfahrer hat das alles nicht beherzigt und nach Rückkehr zugegeben, dass er nach zwei Tagen auf offener Straße geheult hat.
… oder ein Motorrad mieten
Damit das Lächeln nicht gleich wieder verloren geht, gibt es Mopeds und Motorräder in fast allen Größenordnungen. Macht viel mehr Spaß. Preise liegen, je nach Größe zwischen 40000 und 90000 Rupia pro Tag. Benzin kostet nach einer vor wenigen Jahren vorgenommenen Verdoppelung ca. 4500 Rupia pro Liter an der Tankstelle. Den Sprit gibt es auch in Flaschen auf unzähligen Holzgestellen an der Straße, selbstverständlich zum gleichen Preis. Ich bezweifle aber, das auch nur eine Flasche wirklich 1 Liter Inhalt hat. Für unwissende Touristen werden am Holzgestell erst einmal 9000 Rupia für den Liter aufgerufen, der Preis fällt, wenn der Tourist informiert ist, dann sogleich auf das normale Maß… Insel der Götter eben.
Braucht man einen Führerschein auf der Insel Bali ?
Im Prinzip ja. Mehr als 50 Prozent der Balier haben keinen. Es empfiehlt sich vom Grundsatz trotzdem, ein internationalen Führerschein dabei zu haben. Wer den nicht hat, sollte mindestens den deutschen Führerschein mitnehmen, obwohl die ständig anwesende Polizei damit nichts anfangen kann oder will, aber auch nicht muss. Man braucht den aber, um sich damit dumm stellen zu können. Wenn man nun beides nicht hat, gibt es die Alternative, dafür zu sorgen, dass man nicht gleich als Ausländer erkannt wird. Also muss man sich anpassen. Übervorsichtige Fahrer werden schon mal gefragt, ob sie Hilfe brauchen. Das ist immer gleich eine Gelegenheit für die – nicht unfreundlichen Polizisten – mal nach dem Führerschein zu fragen. Wenn der nicht zu bemängeln ist, wird der Polizist vielleicht den Vorschlag machen, wenn man schon mal an der und der Stelle ist, könnte er gleich eine Super-Silber-Schmuck-Werkstatt empfehlen und es wird ziemlich überzeugend klingen, dass man zunächst damit rechnet, zum nächsten Polizeirevier abgeschleppt zu werden. In dem Silberladen kann man dann immer noch nein sagen. Aber man denke daran, dass dort wieder gelächelt wird um dem Besucher die Urlaubsrupia aus der Tasche zu ziehen. Allerdings gibts dort wirklich die tollsten Sachen und wer näher hinguckt, hat ja fast schon gekauft… Wenn man sich partout weigert, den Silberladen aufzusuchen, in dem der Polizist ein bisschen was dazu verdienen möchte, ist man schlecht beraten. Dem freundlichen Polizisten fällt dann vielleicht ein, dass er die “Verkehrsdeliquenten” 2 Stunden neben der Kreuzung an seinem Häuschen festhalten muss, damit die anderen Kollegen denken, er macht eine Belehrung wegen des Vergehens. Er hat ja Zeit und so wird man irgendwann selber drauf kommen, zu fragen, wie hoch denn nun die Strafe ist. Wenn man Glück hat sind es nur 50 000 Rupia. Wenn der Tourist dann auch lächelt, weil das zu verkraften ist, kann es passieren, dass der Verkehrshüter die Kreuzung total sperrt um den Deliquenten die ungehinderte Auffahrt auf die Strasse zu ermöglichen. Das ist scheinbar im Preis mit drin. So sind alle zufrieden… bis zum nächsten Mal.
Anzugsordnung auf dem Zweirad auf der Insel
Die oben erwähnte Anpassung ist auch auf dem Fahrzeug hinsichtlich der Klamotten wichtig. 1. Grundsatz: Helm ist Pflicht, im Prinzip auch für Balier. Wenn hundert Fahrzeuge im Pulk zur Zeremonie unterwegs sind, dann schützen die guten Geister und man trägt keinen Helm… 2. Grundsatz: Windjacke, nicht nur wegen einer schnell eingehandelten Erkältung bei 32 Grad (!), sondern weil fast alle so fahren. 3. Grundsatz: Lange Hose-auch wenn es schwer fällt. 4. Grundsatz: Keine Socken, aber Badelatschen (!) auch auf einem großen Motorrad. Wenn man sich an diese “Regeln” hält, fällt man nicht auf und nicht in die Hände der Staatsgewalt. Und es gibt einen hübschen Nebeneffekt. Nach einem Tropenregen, werden die Füße vom 30 Grad warmen Wasser aus den Pfützen auf den heißen Straßen dauergeduscht, dass man gar nicht mehr mit Fahren aufhören will … Insel der Götter eben …
Reisen mit Kindern auf die Insel Bali ?
Ja, warum nicht, wenn auch die typischen Programme auf der Insel für jüngere Kinder sicher nicht so interessant sind und die lange Anreise das Nervenkostüm vielleicht etwas angreift. Nur zum Baden hinzufliegen ist ja auch nicht Sinn der Sache. Wenn schon Baden, dann ist geraten, eine Unterkunft an der Ostküste bzw. Südostküste zu buchen. Auf dieser Seite der Insel wird die Wucht des Ozeans durch ein langes vorgelagertes Korallenriff gebremst und man wird dort kaum Wellen und richtig warmes Wasser von 28 Grad haben. Allerdings wirken sich die Gezeiten aus. Auf der anderen Seite der Insel, bei Kuta, Legian, Seminyak und Tanah Lot treffen die Wellen mit voller Wucht auf den Strand, was freilich was für Surfer ist. Kinder kann man dort auf keinen Fall unbeobachtet am Strand lassen.
